Trends & Märkte

Andrang auf dem virtuellen Marktplatz

Kleine Betriebe holen beim E-Business auf / Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft


Köln (ppl). Auf dem virtuellen Marktplatz geht es immer belebter zu. Der Anteil der Unternehmen, die die Möglichkeiten des E-Business intensiv nutzen, ist seit 2001 von 21 auf 45 Prozent gestiegen. Das berichtet das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Dabei schien es nach dem Platzen der großen Kurs-Blase am Neuen Markt im Jahr 2000, die New Economy sei zur Grabe getragen worden. Ihr Herz, das Internet, ist jedoch quicklebendig, und seine Möglichkeiten sind noch längst nicht ausgeschöpft.

Allerdings erkennen immer mehr Unternehmen, dass Einkauf und Verkauf über das Internet zu Kostenentlastungen führen können und zugleich neue Umsatzchancen bieten. Das Meinungsforschungs- und Beratungsunternehmen TechConsult hat Anfang des Jahres mehr als 800 Unternehmen befragt, wofür und wie intensiv sie das Internet nutzen. Ergebnis: Das World Wide Web ist als Geschäftsplattform auf dem Vormarsch.

Viele Firmen bieten nicht nur privaten Käufern die Gelegenheit, Produkte über die unternehmenseigene Homepage zu bestellen. Sie wickeln Einkäufe bei Zulieferern und das Geschäft mit Firmenkunden elektronisch ab. Dadurch lassen sich unter anderem Lieferfristen verkürzen und die Lagerbestände besser an den Bedarf anpassen.

Der Anteil der Betriebe, die das Internet ausschließlich zur Kommunikation nutzen oder eine Website ohne Bestellmöglichkeit haben, ist deutlich um 20 Prozentpunkte auf 55 Prozent zurückgegangen. Nur noch ein Prozent der Unternehmen bewegt sich gar nicht in der virtuellen Geschäftswelt. Kleine Unternehmen nutzen das Internet noch nicht sehr intensiv. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass im vergangenen Jahr 25 Prozent der Unternehmen mit maximal 19 Beschäftigten Internet-Abstinenzler waren. Allerdings hat sich diese Quote seit 2002 um 17 Prozentpunkte verringert.

In den Argumenten für das E-Business sind sich die Unternehmen weitgehend einig: Sie wollen Wettbewerbschancen nutzen und gehen davon aus, ihre betrieblichen Prozesse optimieren zu können. Gegenüber früheren Erhebungen hat zudem das Kostenmotiv an Gewicht gewonnen. Zuletzt hofften 52 Prozent der Unternehmen, durch die Nutzung des Internets Geld bei Ein- und Verkauf zu sparen.


Artikel vom 25.11.2005
Drucken 

Weitere Nachrichten aus Fokus vom 25.11.2005:

„Verbackene Gesundheit“ verkaufen
Mittelstand erholt sich
Josef Hartmayer ist betriebswirtschaftlicher Berater beim LIV Württemberg. „Bei Back-on werden die Daten direkt übers Internet in einen zentralen Server eingegeben und können jederzeit abgerufen werde
Den Kunden helfen, besser leben zu können
Sehnsucht nach Gesundheit und Genuss nähren
Gemeinsam Nutzen stiften
Für Gesundheit und Produktivität sorgen
Zwischen Premium und Discount
Hiestand wächst weiter
Expansion in ganz Europa

Kommentare

Aktuelle Meldungen aus Fokus


Abonnenten Bereich



Hilfe




Rezept der Woche

Tomaten-Brötchen
Rezept der Woche Gebäck mit Haferkleie und getrockneten Tomaten mehr ...




ABZ Newsletter

Nutzen Sie als Abonnent kostenlos unseren wöchentlichen Informationsdienst per E-Mail.

Jetzt anmelden!