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Acker liefert Sprit und Brot

Verfahren soll Problem der Flächenkonkurrenz lösen


Braunschweig (ppl). Biokraftstoffe sind in Kritik geraten, weil auf den Flächen, auf denen die „grünen“ Rohstoffe angebaut werden, keine Nahrungs- und Futtermittel mehr wachsen können. Dass es auch anders geht, haben die Forscher vom Institut für Ökologischen Landbau am Johann Heinrich von Thünen-Institut in Braunschweig bewiesen. Sie bauen auf einem Acker im Zweitkulturverfahren parallel sowohl die eigentliche Feldfrucht als auch Ölpflanzen an. Das berichtet der Agrarinfodienst aid in Bonn.

Der besondere Clou: Aus den Ölpflanzen wird später der Treibstoff für Einbringung der Ernte gewonnen. Und sogar einen positiven Nebeneffekt haben die Wissenschaftler herausgefunden: Die Zweitkultur verdrängt das Unkraut. Dadurch wird das Verfahren nach ihrer Ansicht besonders für den Ökolandbau interessant.

Untersucht wurden der Anbau von Erbsen und Lupinen, aber auch von Getreide zusammen mit Raps, Senf oder Lein. Bei geschickter Kombination der Pflanzen gebe es nahezu keine Ertragsverluste bei der Primärfrucht. Wie das beim jeweiligen Flächenbedarf der Kulturen in der Praxis funktionieren kann, wird nicht erklärt.


Artikel vom 20.08.2008
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