Der ABZ – Tipp der Woche

Abschreckende Handschrift vermeiden


Hand aufs Herz: Werbung kann man im Radio hören. Werbung kann man im TV – Spot sehen. Und Werbung kann man natürlich auch in der Zeitung und von Plakaten lesen. Bleiben wir doch einmal kurz bei den beiden letztgenannten Möglichkeiten: Sehen und Lesen!

Halten Sie es nicht auch für eine der größten Untugenden, wenn im Einzelhandel die werblichen Hinweise für den Kunden von Hand geschrieben werden? Stoßen Sie nicht auch oft auf das Problem, dass man solche Botschaften schwer oder überhaupt nicht entziffern kann? Entsteht nicht durch verschiedene Schriftstile, Farben und Schriftgrößen ein heilloses Durcheinander?

Schon aus Gründen der einheitlichen Darstellung sollten zum Beispiel Preisschilder nie mit der Hand geschrieben werden. Alles andere wirft in der Theke ein amateurhaftes und konfuses Bild ab. Diese Informationsschilder müssen im exakt gleichen Format und in der gleichen Aufmachung gedruckt sein.

Genau dasselbe gilt für die werblichen Hinweise auf das wöchentliche Sonderangebot auf der Werbetafel. Leute, die nicht wirklich die Kunst der Plakatschrift beherrschen, sollten sich auch hier nicht versuchen. Manchmal entdeckt man in Geschäften Hinweise auf den Zwetschgenkuchen und eine Tasse Kaffee dazu in kraxeliger Schrift auf verschmierter Tafel. Finden Sie nicht auch, dass so etwas nicht unbedingt sehr appetitanregend ist?

Werbung hat so gesehen auch viel mit sauberer, einheitlicher und korrekter Erscheinung, mit einer echten Visitenkarte zu tun, die man mit seiner Darstellung abgeben kann oder eben nicht.

Deshalb sollte überlegt werden, ob die Anschaffung eines Computer-Druckers oder die Herstellung von Werbeplakaten in einer Druckerei nicht vielleicht doch sinnvoll sind. Solche Kosten durch den Einsatz von Handschrift vermeiden zu wollen, ist wohl Sparen an der falschen Stelle.

Weitere Informationen:

Ulrich.Stoekle@t-online.de


Artikel vom 16.06.2005
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