Aktuell
Ab Herbst wird Functional Food geregelt
EU wird Nährstoffprofile für Lebensmittel mit gesundem Zusatznutzen verabschieden
Straßburg (ppl). Ab Herbst wird es voraussichtlich strenge Regeln für so genannte funktionelle Lebensmittel geben. Beobachter gehen davon aus, dass das Europäische Parlament in der zweiten Lesung die Einführung von so genannten Nährstoffprofilen ermöglichen wird. Diese sollen alle gesundheitsrelevanten Charakteristika des Lebensmittels enthalten. Die EU-Kommission in Brüssel macht sich schon seit einiger Zeit für einheitliche Bestimmungen stark.
Funktionelle Lebensmittel, besser bekannt unter Functional Food, sind bereits in aller Munde. Der Grund: Die Produkte sollen neben ihrem normalen Nährwert einen gesundheitlichen Zusatznutzen haben. Die Palette reicht von probiotischen Milchprodukten über Säfte mit Vitaminen und Mineralien und Backwaren mit Omega-3-Fettsäuren bis hin zu Müslis mit zusätzlichen Ballaststoffen.
In Europa, und somit auch in Deutschland, gibt es zur Zeit keine verbindliche Definition für „Functional Food“ – und daher auch keine Regeln, wie diese Produkte beworben werden dürfen. So kritisieren Verbraucherschützer, dass Lebensmittel, die wegen ihres hohen Fett- oder Zuckergehalts eigentlich als „ungesund“ gelten, nach der Zugabe von Vitaminen in der Werbung als gesundheitsfördernd angepriesen werden. Auf der anderen Seite gibt es funktionelle Lebensmittel, die einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten können.
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