ABZ - Das Fachportal für Bäcker

50 Euro mehr und eine neue Urlaubsregelung

Weitere Artikel zu


Die Gewerkschaft NGG und der Landesinnungsverband Bayern haben sich nach zwei Schlichtungsrunden auf neue Tarifverträge geeinigt

München (wo). Die Beschäftigten im bayerischen Bäckerhandwerk bekommen mehr Geld: Die Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der für das bayerische Bäckerhandwerk haben sich nach zähem Ringen und zwei Schlichtungsrunden schließlich geeinigt.

Kernpunkt des Abschlusses ist die Anhebung der Löhne und Gehälter zum 1. April 2016 um einen einheitlichen Pauschalbetrag von 50 Euro pro Vollbeschäftigten über alle Tarifgruppen. Die dadurch bewirkte Begünstigung der unteren Lohn- und Gehaltsklassen sei eine durchaus gewollte Sozialkomponente, sind sich Verband und einig.

Neu ist auch die Urlaubsregelung. Statt der bisherigen Altersstaffelung gilt nun die Betriebszugehörigkeit: Vom ersten bis zum dritten Jahr stehen den Mitarbeitern 33 Urlaubstage zu. Ab dem vierten Jahr 36 Urlaubstage, wie Mustafa Öz, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft betont.

Der Abschluss umfasst den Manteltarifvertrag, den Tarifvertrag über eine tarifliche Altersvorsorge sowie den Lohn- und Gehaltstarifvertrag. „Damit besteht wieder in allen drei Bereichen Rechtsicherheit – das ist sehr wichtig für unsere Betriebe“, betont Heinz Hoffmann, Landesinnungsmeister des bayerischen Bäckerhandwerks. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden – schon deshalb, weil wir wieder Tarifverträge haben“, ergänzt Mustafa Öz.

Für Hoffmann ist die Tariferhöhung ein klares Signal, dass sich das Bäckerhandwerk in die allgemeine Tariflandschaft einfügt und den Beschäftigten in der Branche eine stetige Einkommensentwicklung sichert. Außerdem wurde laut Verband die tarifliche Altersvorsorge verbessert.

Die Gewerkschaft lässt überprüfen, ob die Tariferhöhung in der Praxis umgesetzt wird.
Auch interessant

NGG gleicht offensiv Lohnzettel von Beschäftigten ab

Wiesbaden (sh). Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will mit Initiativen die Einhaltung von Tarifverträgen kontrollieren, aber auch die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Leser-Kommentare zum Artikel (1)

  • Adina Mühlenhaupt , Schwarzenbruck 07.02.2017 um 18:23

    Betreff: offen bleibt, ob der neue MTV nun allgemeinverbindlich ist und nirgends gibt es den neuen (aus 2016) verabschiedeten MTV