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„Wir wollen, dass der Becher geht“

Der Pappbecher im Visier der Verbraucherzentrale Hamburg.  (Quelle: Egepack)+
Der Pappbecher im Visier der Verbraucherzentrale Hamburg. (Quelle: Egepack)

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6,4 Milliarden Coffee-to-go-Becher werden jährlich weggeworfen / Verbraucherzentrale macht dagegen mobil

Der erfreut sich seit einigen Jahren einer immer größeren Beliebtheit. Menschen mit Pappbechern in der Hand zählen mittlerweile zum gängigen Stadtbild. Ein Trend, der 1999 mit den ersten nach amerikanischem Vorbild nach Deutschland kam.

Dagegen macht jetzt die Hamburg mobil. „Seitdem bieten auch Cafés, Bäckereien, Tankstellen sowie diverse Fast-Food-Ketten schnellen Kaffeegenuss in Wegwerfbechern zum Mitnehmen an. Mit fatalen Folgen für die Umwelt“, wie in einer Pressemeldung der Verbraucherzentrale Hamburg betont wird.

Denn laut ihrer Hochrechnung werden in Deutschland jährlich rund 6,4 Milliarden Coffee-to-go-Becher samt Plastikdeckel weggeworfen. Dass soll sich ändern. Deshalb hat die Verbraucherzentrale eine gestartet, um den Müllberg aus Bechern zu verkleinern. Zur Kampagne gehört der Aufruf an Verbraucher, zum zu greifen und ein Marktcheck, inwiefern Coffee-Shops ein Mehrwegsystem anbieten. Das Ergebnis: Starbucks und einige Mitbewerber haben in der Tat entsprechende Angebote www.vzhh.de ).

Allerdings wird mit keinem Wort darauf eingegangen, wie praktikabel „To go" in der Mehrwegversion im täglichen Umgang ist. Denn wird der mitgebrachte Becher über die Theke gereicht und unter die Maschine gestellt, ist das aus hygienischer Sicht bedenklich.

Die sauberen Alternativen: Ein aufwändiges Mehrwegpfandsystem oder kompostierbare Becher.

Auch damit sollte man sich als Anbieter gedanklich befassen. Denn geistert so ein Thema erstmal durch die Gazetten, folgt bald auch der Ruf nach politischen Weichenstellungen.

Ein Beispiel dafür dürfte die Änderung der EU-Verpackungsrichtlinie sein, die vor Kurzem verabschiedet worden ist. Ziel ist, die herkömmlichen Plastiktüten vom Markt zu bekommen und den Weg für kompostierbare Alternativen zu ebnen, um die Umweltbelastung zu reduzieren.

Die Verbraucherzentrale Hamburg macht gegen den Einweg-Becher im To go-Geschäft mobil.
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