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„Was Köche können, können Bäcker auch“

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Wildbakers als Event-Backteam überzeugen – auch bei „Fünf gegen Jauch“

Sie sind amtierende Deutsche Meister der Bäckermeister, gehören zur Bäckernationalmannschaft und haben als einziges deutsches Event-Bäckerteam schon mehrfach für Aufsehen gesorgt. Jetzt ist auf die aufmerksam geworden und hat und zu einem Auftritt in „Fünf gegen Jauch“ eingeladen. „Mit einer 180-Graddrehung und abschließender Schlingung werden traditionell … Brezeln geformt.“ Das haben die Wildbakers mit dem Schlingen einer Riesenbrezel eindrucksvoll demonstriert und dabei nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Ein Gespräch mit ABZ-Redakteur Reinald Wolf über die Beweggründe der Eventbäcker und ihre Erfahrungen quasi vor Millionenpublikum.

ABZ: Vergangenen Freitag hatten Sie zum ersten Mal einen Auftritt vor Millionenpublikum. Waren Sie aufgeregt?

Johannes Hirth: Eigentlich nicht. Schließlich können wir Brezeln schlingen – auch eine Riesenbrezel aus 5 kg Teig. Das haben wir natürlich entsprechend geübt. Außerdem wurde die Sendung aufgezeichnet. Das heißt, wir sind live „nur“ vor rund 200 Studiogästen aufgetreten.

Jörg Schmid: Na ja, eine gewisse Anspannung war schon da. Zu zweit eine große Brezel zu schlingen gehört ja nicht zur Standardausbildung. Aber wir wussten, dass wir den Schwung raus haben.

Was ist das Entscheidende?

Hirth: Die Konsistenz des Teiges muss passen und der lange Teigstrang muss sauber geworfen werden. Außerdem sollte das Zusammenspiel stimmen.

Schmid: Wir haben da den Vorteil, dass wir ein eingespieltes Team sind und uns aufeinander verlassen können.

Hirth: Ich wusste zum Beispiel, auch wenn der Wurf nicht perfekt ist, Jörg schafft es immer, einzufädeln.

Wie kam es eigentlich dazu, dass Sie bei „Fünf gegen Jauch“ mit Ihrer Riesenbrezel auftrumpfen konnten?

Hirth: Aufgrund der Brezelfrage hat der Sender einen Bäcker gesucht, der dem Publikum das Schlingen vormachen kann. Und da sind wir als amtierende Deutsche Meister der Bäckermeister und Wildbakers in den geraten und angesprochen worden. Die wollten jedoch nur einen von uns.

Aber Sie waren zu zweit auf der Bühne. Wie kommt’s?

Hirth: Wir haben ein bisschen gepokert und gesagt, dass es uns nur im Duo gibt. Um den Sender zu überzeugen, dass wir zu zweit kommen müssen, haben wir die Aktion mit der Riesenbrezel entwickelt und ein Video verschickt. Das war offenbar so überzeugend, dass wir beide im Einsatz waren.

Wie hoch war eigentlich der Zeitaufwand für den Auftritt?

Hirth: Abgesehen von den Kontakten und vom Üben im Vorfeld waren wir am Aufnahmetag praktisch ganztägig unterwegs und im Einsatz, um fünf bis sechs Minuten vor der Kamera zu sehen zu sein.

Zeit, die Ihnen für die Arbeit in ihren Betrieben fehlt. Lohnt sich denn so ein Aufwand?

Schmid: Klar sind solche Aktionen eine zusätzliche Belastung. Aber wir wollten diese Gelegenheit nutzen, uns vor größerem Publikum in Szene zu setzen. Schließlich können wir so den Bekanntheitsgrad der Wildbakers erhöhen und leisten einen Beitrag dazu, das Image des Bäckerhandwerks zu fördern. Deshalb sehen wir die Einladung von RTL auch als Bestätigung für unsere bisherigen Aktionen.

Welches Ziel verfolgen Sie denn als Event-Bäcker?

Hirth: Wir wollen vermitteln, dass Backen sexy ist. Was Köche können, können Bäcker auch.

Schmid: Genau, wir sind der Meinung, auch das Backen gehört ins Fernsehen. Auch um das Image der Branche wieder zu verbessern. Deshalb wäre es klasse, wenn wir irgendwann mit einer eigenen Sendung an den Start gehen könnten.

Wie haben denn Jauch und Co. auf Ihren Einsatz reagiert?

Hirth: Ich glaube, da haben wir einen ziemlichen guten Eindruck hinterlassen, vor allem Günther Jauch findet es beeindruckend, dass im Bäckerhandwerk noch viel in Handarbeit hergestellt wird.

Schmid: Aber auch die anderen fanden unsere Aktion richtig cool, was zeigt, dass wir als Event-Bäcker auf dem richtigen Weg sind.

Die Wildbakers Jörg Schmid (links)  und Johannes Hirth sind für zwei  SWR-Sendung auf  den Spuren der Branche unterwegs.
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