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„Qualität muss vorgelebt werden“

ZV-Präsident Peter Becker. +
ZV-Präsident Peter Becker.

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ZV-Präsident Becker zu den Aktivitäten des Zentralverbands, den Perspektiven und Chancen des Bäckerhandwerks

Bonn (zv). Auch im Jahr 2005 werden unterschiedliche Themen die Arbeit des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks bestimmen; im Vordergrund stehen dabei natürlich Aktion und Reaktion auf aktuelle Entwicklungen im politisch-gesetzgeberischen Bereich.

Der Zentralverband hat beschlossen, seinen Sitz nach Berlin zu verlegen, um die Interessen des Bäckerhandwerks weiterhin auf dem bisher erreichten Niveau vertreten zu können. In Berlin sind zwischenzeitlich nicht nur Bundestag und Bundesrat mit ihren Mitgliedern und Organen versammelt, sondern es wird auch die Arbeitsebene der Ministerien und Fachbehörden immer mehr dort zusammengeführt. Der Zentralverband wird deshalb im zweiten Halbjahr nach Berlin umziehen, wo zu günstigen Konditionen in dazu auch noch hervorragender Lage die passenden Räumlichkeiten gefunden werden konnten. Nachdem im vergangenen Jahr die Lehrlingsausbildung für den Bäckerberuf neu gestaltet wurde, wird im Jahr 2005 die Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin überarbeitet werden, so dass unsere Lehrlinge ab dem Lehrjahr 2006/2007 mit modernen und kundengerechten Ausbildungsinhalten und Lehrplänen ausgebildet werden.

Derzeit findet eine Untersuchung zur Optimierung der Aus- und Weiterbildung an den Fachschulen statt, welche die Bundesfachschule und die Landesfachschulen in Zusammenarbeit mit einem externen Fachberater durchführen. Diese Untersuchung wird zu Beginn des Jahres fertig gestellt; anschließend werden mit dem Ziel, unsere Fachschulen neu aufzustellen, Reformvorschläge für eine bedarfsgerechte Neudefinition der Ausbildungsinhalte und eine neue Struktur der Fachschulen erarbeitet werden. Im Zentrum der Aktivitäten des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks wird neben der Interessenvertretung auch in diesem Jahr die umfassende Beratung der Mitglieder im wirtschaftlichen wie im rechtlichen Bereich stehen.

Hierzu sollen u. a. das begonnene Projekt zur Chancen-Risiko-Analyse im Bäckerhandwerk vorangetrieben, die den Bäckern zur Verfügung gestellten Programme „PIN“, „bro:T“ und „brotmanufaktur“ in Zusammenarbeit mit den Anwendern weiter verbessert und langfristig zusammengeführt sowie die computergestützte Backstubenplanung abgeschlossen werden.

Ein weiteres wichtiges Thema für das Bäckerhandwerk und damit für den Zentralverband bleibt es auch im neuen Jahr, eine im Raum stehende Kennzeichnungspflicht für nicht verpackte Lebensmittel zu verhindern.

Die Werbegemeinschaft will im laufenden Jahr 2005 die Kampagnen intensivieren, um so einen noch runderen Gesamtauftritt des Deutschen Bäckerhandwerks zu erreichen. Damit wollen wir auf Dauer zum positiven Bild der Bäcker in der Öffentlichkeit beitragen.

„Besser wir backen das Brot“ wird hier mit dem Internetauftritt www.Besser-vom-Baecker.de den Schwerpunkt bilden. Die Werbegemeinschaft wird Anregungen der Innungen und ihrer Mitgliedsbetriebe aufgreifen, wenn sie geeignet sind, den Satzungsauftrag zu erfüllen; so wird eine noch breitere Akzeptanz der Kampagnen erreicht. Die Arbeit für einen einheitlichen Auftritt gegenüber dem Verbraucher bleibt dabei die wesentliche Zielsetzung.

Allerdings kann die Werbegemeinschaft nur das „verkaufen“, was auf Seiten des Handwerks gelebt wird – Beschwerden über lieblos gefertigte Massenware und überteuerte Preise kann nur mit dem Argument des natürlichen und von Hand gefertigten Produktes entgegengetreten werden – und das muss vom Handwerk selbst vorgelebt werden!

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