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"Mobile Eater" mobilisiert Märkte

Der Snack bietet Potenzial. Auf dem Kongress informierten sich die Teilnehmer über aktuelle Markttrends.  (Quelle: Fedra)+
Der Snack bietet Potenzial. Auf dem Kongress informierten sich die Teilnehmer über aktuelle Markttrends. (Quelle: Fedra)

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Snacks

Der Kongress "Snack 2012" zeigt neue Entwicklungen, Chancen und Potenziale im Außer-Haus-Geschäft auf. Die Konkurrenz für Bäcker nimmt zu.

Wiesbaden. Es wird eng. Sogar sehr eng. Es gibt eben nur diesen einen Snackmarkt in Deutschland. Und auf den stürzen sie sich alle. Bäcker, Metzger, LEH, Systemgastronomie und jetzt auch noch die Tankstellen. Letztere fürchtet das Bäckerhandwerk am meisten, laut einer aktuellen Studie, die , Geschäftsführer der auf dem diesjährigen vorstellte. Dazu haben diese auch allen Grund. Allein Aral betreibt 1200 Petit Bistros. Im Jahr 2011 gingen dort 30 Mio. Kaffees und acht Mio. über die Theke.

Aber auch die Kioskbetreiber rüsten auf. betreibt das größte Kiosk-Netzwerk in Deutschland. Mehr als fünf Mio. Kunden kaufen jede Woche in den 1660 Filialen, die an allen bundesweit hochfrequentierten Lagen vertreten sind. Somit konnte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr seinen Umsatz um 10,2 Prozent auf rund 233 Mio. Euro steigern.

Der Nachfrager all dieser Angebote ist der „Mobile Eater“, wie ihn , Chefredakteurin von food service, bezeichnet. Der möchte vor allem unkompliziert, schnell und am besten „to-go“ satt werden. Und das, egal wo er sich befindet – bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Einkaufen oder unterwegs. Überall, nur nicht zu Hause. Dennoch möchte er auch dort auf nicht verzichten. Sein Essen sollte frisch, feminin, gesund, nachhaltig, raffiniert, regional und international sein. All das, was ein Snack eben haben muss. Und die „Mobile Eater“ werden mehr. Denn die Deutschen verzehren immer seltener die drei klassischen Hauptmahlzeiten, sondern greifen häufiger zum Snack zwischendurch. Als neu gilt dabei das „Fourth Meal“, welches zwischen Abendessen und Frühstück verzehrt wird. Hierfür bieten sich die Tankstelle und das Kiosk als Anbieter natürlich an. Die neuen Umstände erfordern auch ein Umdenken beim Handling der Lebensmittel. Eine gute Verpackungslösung ersetzt heute den schön gedeckten Tisch. Auch die muss in die Lebenswelten der „Snacker“ passen und sollte praktisch, ökologisch und farblich ansprechend sein.

Für das Bäckerhandwerk ist das Geschäft mit dem Snack ein traditioneller Markt. Die Luft wird allerdings dünner. Es gilt, die aktuellen Trends nicht zu verschlafen. Denn die tut dies mit Sicherheit nicht, wie der Snackkongress in Wiesbaden deutlich gezeigt hat.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

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Das belegte Brötchen ist im Jahr 2012 noch immer der Top Snack.
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