ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Themenkanal Spülmaschinen, Hygiene, Reinigung

„Hygiene muss man wollen“

„Hygiene muss man wollen“+
„Hygiene muss man wollen“

Weitere Artikel zu


Von

Der Fall „Müller“ hat zu deutlichen Reaktionen in der Branche geführt

Stuttgart Zum Verhalten von Mitarbeitern der Lebensmittelüberwachung bei Kontrollen (ABZ 4/12) berichten zwei Bäckermeister von unterschiedlichen Erfahrungen.

Lothar Melzer aus Marienberg im Erzgebirge hat Filialen in drei verschiedenen Landkreisen. Je nach Kreis gibt es „sehr große Unterschiede in der Zusammenarbeit“ mit den Kontrolleuren, schreibt er. Seit vielen Jahren ist sein Betrieb zertifiziert – nach dem HACCP-Konzept und ISO-Normen. Trotz aller Maßnahmen tauchen bei Kontrollen immer wieder mal „kleinere Probleme auf.“ Am Firmensitz in Marienberg empfindet er die Arbeit der Kontrolleure als „sehr gut und sehr konstruktiv“. Um muss man sich ständig bemühen, betont Melzer. Schulungen für das Personal werden im Bereich Hygiene ständig durchgeführt. Vor jeder Schulung werden durch seine betriebliche Qualitätsmanagement-Beauftragte in den jeweiligen Filialen und auch im der Produktion Kontrollen durchgeführt, welche dann zur Schulung ausgewertet werden. Das alles habe sich sehr gut bewährt, schreibt Melzer. Zur Zeit ist er dabei, Vorbereitungen für die zu erwartende Ampelregelung zu treffen.

Auch aus Meinersen sieht „die Probleme im Verständnis zur Hygiene und in der Kommunikation. Bin ich freundlich zum Kontrolleur, ist er freundlich zu mir – mehr nicht! Ich will jetzt kein Schmusekurs mit ihm fahren, aber es muss alles auf einen sachlichen Ton rauslaufen“, schreibt Hacke. „Die Kontrolleure kontrollieren ja nicht nur, sie geben auch Hilfestellung bei kritischen Hygienepunkten. Man muss sich auch seiner Verantwortung bewusst sein, schließlich stellt man her! Auch kleine und ältere Backstuben können sauber sein, man muss nur wollen! Außerdem macht es mehr Spaß, in einer sauberen Backstube zu arbeiten. Und man sollte regelmäßig investieren, auch in Hygiene“, betont Hacke und empfiehlt: „Vertrauen schaffen ist ein ganz wichtiges Thema, deswegen können unsere Kunden täglich die Backstube einsehen. Sie dürfen in Schutzkleidung (Gratis-Einweg-Besucherset) unangemeldet die Backstube inspizieren, das schafft Hygiene-Vertrauen für unsere Kunden und kostet nicht viel.“

Schokolade oder Fettglasur? Wer Kunden im Unklaren lässt, dessen Name kommt auf eine Liste im Netz.
Auch interessant

Hörnchen delicti und harte Paragrafen

Neuerungen im Lebensmittelrecht rufen Behörden auf den Plan. Wer Waren falsch kennzeichnet, riskiert, vor jedermann als Täuscher dazustehen. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel