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„Genuss ist geil“

Ob  Croissants oder belegte Brötchen: Backwaren sind als Snacks beliebt.  (Quelle: Fotolia)+
Ob Croissants oder belegte Brötchen: Backwaren sind als Snacks beliebt. (Quelle: Fotolia)

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Snackmarkt

Snacks und kleine Gerichte wecken Leidenschaft – bei Unternehmern und Kunden.

Die Menschen gönnen sich wieder etwas. Rund 65 Mrd. Euro haben die Deutschen vergangenes Jahr locker gemacht, um außer Haus zu speisen. Nach der aktuellen Erhebung der Fachzeitschrift Foodservice gaben sie 40 Prozent des Geldes in Betrieben mit Bedienung aus. 30 Prozent bekamen Quickservice-Anbieter, 17 Prozent die sogenannte Kommunikationsgastronomie; dazu zählen etwa Szenelokal-Ketten. Im Schnitt ließ es sich jeder Deutsche 138 Mal außer Haus schmecken. Die Nachfrage stieg um 3,4 Prozent. Dabei rühren nur 0,2 Prozent von höhere Besuchsfrequenzen her. Die Rest von 3,2 Prozent zeichnet sich auf Bons ab.

Den Löwenteil des Umsatzes sicherten sich die hundert größten Unternehmen, allen voran McDonald’s. (Seite 1). Mit großem Abstand folgen in der Liste , die Lufthansa Service Holding, die Autobahn Tank & Rast GmbH. Auf Platz 27 taucht der erste Backwarenerzeuger auf: 75 Millionen Euro Umsatz hat Jaap Schalken mit und Kamps Backstube erwirtschaftet. Die nächsten Vertreter aus Backbranche. sind Le Crobag, , Heberer, Junge und die Backfactory.

Heiß umgekämpfter Kaffemarkt

Als immer härterer Wettbewerber für die Backbranche erweist sich den Marktforscher zufolge McDonald’s. Die Fastfood-Kette ist dabei, die zweite McCafé-Generation zu etablieren. Zudem gebe es mittlerweile in zwei von drei Restaurants – vor allem an Verkehrsstandorten – eine Kaffeebar, heißt es.

Offensiv zeigt sich auch , das laut Studie ihr bisher erfolgreichstes Jahr in Deutschland hinter sich hat. In 41 Großstädten locken Cafés – zunehmend auch mit Frühstücken. Nächster Angriffspunkt auf dem Markt: ein Freestander-Kaffee mit Autoschalter in Nordrhein-Westfalen; in den USA brummt das Geschäft an solchen Standorten seit Jahren.

Gut verdient hat auch Le Crobag. Der Umsatz des Spezialisten für Bahnhöfe stieg um 8,5 Prozent auf 74 Millionen Euro.

Die Erwartungen der Branche für das laufende Jahr sind groß. Dreiviertel der großen Systemgastronomen rechnen mit höheren Erträgen. Besonders im To-go-Geschäft steckt nach Auffassung der meisten noch Potenzial. Als wachstumsstark angesehen werden darüber hinaus Lieferdienste und Kaffeebars.

Was passiert in diesem Jahr?

Diese drei prägen nach der Food-Service-Studie den Außer-Haus-Markt für Bäcker:

  • Wachsende Gastronomisierung. Integrierte Kaffeebars & Co. bringen insgesamt mehr Frequenz und Umsatz – ein Effekt analog zu McDonald’s und McCafé, nur sehr viel stärker. Nicht nur in der ersten Tageshälfte ist der Food-Handwerker der geborene Quickservice-Gastronom.
  • „Genuss ist geil“ – (nicht: Geiz ist geil). „Essen und Trinken macht glücklich“ – sagen Unternehmer mit Blick aufs laufende Jahr. Authentizität und Glaubwürdigkeit haben Hochkonjunktur.
  • Heimat ist der neue „Hero“. Global denken und lokal handeln – das wird immer mehr zur Zielgröße. Regionale Produkte vermitteln emotionale Wärme.


Lesen Sie hierzu folgende Bücher


  • Der neue clevere Bäcker
    Bernd Kütscher

    Der neue clevere Bäcker

    Dieses Buch, das mittlerweile in der 4. und stark erweiterten Neuauflage erscheint, ist ohne Übertreibung zum echten Standardwerk geworden, das in keiner Bäckerei fehlen darf!

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  • Snacks
    Werner Kräling | Jürgen Rieber

    Snacks

    Das Spektrum der Snacks ist riesig: Belegte Brötchen, Brote, Sandwiches, Bagels, Seelen, Waffeln, Muffins, Fladenbrote, gebackene Snacks, Panini, Pizza, Strudel, Zwiebelkuchen, Quiches, Flammkuchen und kleine Gerichte.

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Service, Qualität und Lifestyleambiente: Lavazza, einer der Aussteller im Rahmen der Branchen-Veranstaltung, demonstrierte gelebte Kaffeekultur – ein Anschauungsunterricht mit Genusswert.
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