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„Beim Bäcker geht’s schnell“

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Imbissbude, Metzger, Bäcker oder McDonald’s & Co – Was sagen Verbraucher zum Außer-Haus- Angebot?

Steigende Mobilität und Erwerbstätigkeit breiter Bevölkerungsgruppen machen die Verpflegung außer Haus zu einem wichtigen Trendfaktor. Die gastronomischen Angebote des Außer-Haus-Marktes sind vielfältig. Doch auch das Bäckerhandwerk mischt mit einem breiten Sortiment kräftig mit. Unser ABZ-Autor Ulrich Sökle hat sich bei Verbrauchern umgehört, ob sie das schnelle Essen unterwegs praktizieren und wenn ja, was sie von Bäckereien als Anbieter halten.

Vanessa Lyko,

Freiwilliges

soziales Jahr:

„Vor allem beim Frühstück favorisiere ich, wenn ich außer Haus esse, Bäckereien. Anbieter wie McDonald’s oder Starbucks sind mir in den Morgenstunden zu süß und zuckerlastig. Zu späteren Tageszeiten sind dann auch andere Snacks möglich. Aber am Morgen mag ich am liebsten salziges Gebäck oder einfach ein belegtes Brötchen mit Käse. Das finde ich in einer solch breiten Auswahl nur in Bäckereien.“

Moreau

Frederique, Rentnerin:

„Da ich aus Frankreich abstamme, dürfte es nicht großartig verwundern, dass ich vom Essen beim Laufen unter Zeitdruck nichts halte. Mahlzeiten sollten geregelt ablaufen und man sollte sich Zeit dafür nehmen. Stehend sich in kürzester Zeit den Magen vollzustopfen, ist deshalb meine Sache nicht. Wenn es auf Reisen oder unterwegs nicht anders geht, sind wenigstens Sitzplätze eine Grundvoraussetzung für mich. Deshalb frühstücke ich zur Not in einem Café, aber nicht einfach auf der Straße.“

Matthias Ruff, Journalist:

„Der große Anteil an Leuten, die ihr Essen unterwegs verzehren, rührt daher, dass man an stressigen Arbeitstagen terminlich unter Druck ist. Meist muss es schnell gehen, da man wenig Zeit hat und kurze Pausen möglichst sinnvoll nutzen will. Dann greife ich gerne auf Bäckereien zurück. Diese sind die einzigen Anbieter, die beides – süß und salzig – im Programm haben. Darüber hinaus kann man auch noch zwischen belegten Brötchen in großer Auswahl aussuchen. Außerdem geht der Einkauf bei den meisten Bäckern schnell vonstatten.“

Karl-Wilhelm Weinreich,

weltweit unterwegs gewesen

als Koch:

„Zwischendurch zu essen ist nicht meine Sache. Mahlzeiten sollten geregelt und mit genügend Zeit und Muse eingenommen werden. Alles andere ist ungesund. Die Erweiterung der Bäckereifilialen um Sitzplätze, die zum Verweilen einladen, geht deshalb in die richtige Richtung.“

Özlem Atli,

Pharma-

zeutische

Angestellte:

„Wegen langer Anfahrtswege zum Arbeitsplatz kommt man heutzutage um den Außer-Haus-Verzehr gar nicht mehr herum. Ich gehe dabei gerne in Bäckereien, da diese absolut frische Ware anbieten. Aus meiner Sicht sind Bäcker außerdem die einzigen Anbieter, bei denen man sich immer noch relativ gesund ernähren kann. Anders als beispielsweise bei McDonald’s, wo es Zuckerbomben zum Frühstück gibt oder beim Metzger mit fetter Wurst. Daher lieber zum Bäcker: hier kann ich auch „außer Haus“ auf Vollkornbrot zurückgreifen, anstatt auf ungesundes Weißbrot aus Gummiteig.“

Lea Henning,

Augen-

optikerin:

„Wer wie ich den ganzen Tag in der Stadt arbeitet, muss außer Haus essen. Mittags kurz nach Hause fahren geht nicht. Viele Bäcker sind aber leider nicht besonders gut sortiert. Findet man allerdings zur richtigen Uhrzeit ein ansprechendes Angebot vor, dann ist mir die Bäckerei für den kurzen Snack lieber als andere Anbieter. Der Grund ist einfach: ich bin Vegetarierin und finde in Bäckereien das vielseitigste Programm fürs Essen ohne Fleisch.“

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