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"Bayerische Brezen unbedenklich"

Bayerns Bäcker hätten durch gezielte Maßnamen den Alu-Gehalt in Brezeln kontinuierlich reduziert, betont der Verband.  (Quelle: Fotolia/ikonoklast_hh)+
Bayerns Bäcker hätten durch gezielte Maßnamen den Alu-Gehalt in Brezeln kontinuierlich reduziert, betont der Verband. (Quelle: Fotolia/ikonoklast_hh)

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Die Vorwürfe der Verbraucherzentrale sind massiv. Der bayerische Verband reagiert mit einer Erklärung.

München (abz). „Die bayerische Breze steht als von der EU geschütztes Produkt für unser bayerisches Bäckerhandwerk. Sie zu schützen und für unsere Kunden nicht nur schmackhafte, sondern auch gesunde Lebensmittel herzustellen, ist für uns Ehrensache.“ Mit dieser Feststellung reagiert , Landesinnungsmeister des bayerischen Bäckerhandwerks, auf einen Pressebericht über erhöhte Aluminiumwerte in Laugenbrezen. Wie berichtet, ist die Beanstandungsquote bei Routinekontrollen in Bayern relativ hoch. Sie liegt im Durchschnitt bei 20,5 Prozent. Mehr Kontrollen und auch Bußgelder sollen nun dazu beitragen, dass die Quote sinkt. In Baden-Württemberg zum Beispiel ist die Beanstandungsquote von ebenfalls 18 bis 20 Prozent durch verstärkte Kontrollen auf 4 Prozent gesenkt worden.

Zu den erhöhten Aluminiumwerten in Bayerns Brezen erklärt der Landesinnungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk, dass als ein in der Natur verkommender Stoff in Gemüse, Getreide und anderen pflanzlichen und tierischen Produkten zu finden ist. Daher kann man in Backwaren immer ein Mindestmaß an Aluminium feststellen, so auch in der Laugenbreze. In höheren Konzentrationen ist Aluminium gesundheitsbeeinträchtigend. "Daher gelten z. B. für Laugengebäcke Grenzwerte, die definieren, wie viel Aluminium im Gebäck bedenkenlos enthalten sein darf und ab welcher Konzentration es nicht mehr verkehrsfähig ist. Es ist daher weder unzulässig noch bedenklich, wenn Laugenbrezen eine geringfügige Aluminiumkonzentration aufweisen", heißt es in der Presseerklärung des Landesinnungsverbands.

Zusätzlich zum natürlichen Gehalt könnten geringfügige Mengen Aluminium in das Laugengebäck geraten, wenn die Lauge direkten Kontakt zu einem Aluminiumbackblech hat. Entscheidend sei die Laugenkonzentration, die Laugenmenge und die Einwirkzeit vor dem Backen der Breze.

„Es ist daher schlichtweg falsch, den Bäckern vorzuwerfen, sie wären untätig“ stellt Heinz Hoffmann fest. „Wir nehmen die Problematik sehr ernst – und das nicht erst, seit Aluminium in Kosmetik zum Thema geworden ist. Meine Bäckerkollegen und -kolleginnen und ich haben schon seit vielen Jahren ständig den Aluminiumgehalt reduziert und lassen das auch durch unabhängige Prüfinstitute regelmäßig überwachen.“

"Laugengebäcke vom Handwerksbäcker können auch weiterhin ohne Bedenken verzehrt werden“, wird , Hauptgeschäftsführer des Landesinnungsverbandes für das bayerische Bäckerhandwerk, in der Erklärung zitiert.

Heinz Hoffmann (links) zeigt Florian von Brunn, Verbraucherpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Verfahren zum Abbacken von belaugten Brezenteiglingen.
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