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40-Stunden-Woche im Blick

Abschlusse bei den „Großen“ haben Signalwirkung


Frankfurt (rgb). Noch sträubt sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) längere Wochenarbeitszeiten zu akzeptieren, aber vor die Wahl gestellt, Arbeitsplatzabbau oder Gehaltskürzungen scheint man eher in den sauren Apfel längerer Arbeitszeiten zu beißen. Gerade die NGG als kleine Gewerkschaft möchte sich nicht nachsagen lassen, das DGB-Konzept niedrigerer Arbeitszeiten zu Gunsten von mehr Arbeitsplätzen zu unterlaufen. Während sich die NGG 2004 bei Maggi in Singen noch durchsetzen konnte, musste sie in der Nestlé-Hauptverwaltung in Frankfurt die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich akzeptieren. Jetzt verhandelt man bei Kraft in Bremen.

Sollten die prominenten Unternehmen der Branche in der Vorreiterrolle den Durchbruch schaffen, dürften die Kleinen schnell und diskussionslos folgen. Bahlsen und Lorenz balancieren mit Anpassungsreserven, die sich aus der übertariflichen Entlohnung anbieten, während beim nicht tarifgebundenen Unternehmen Masterfoods für 2005 das Weihnachtsgeld gestrichen wurde. Hier wird schon lange 40 Stunden wöchentlich gearbeitet. Bei Bacardi wird seit Mai die 32-Stunden-Woche mit entsprechender Gehaltskürzung getestet.


Artikel vom 15.09.2005
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