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10-Prozent-Biospritziel wackelt
Europaabgeordnete der Grünen fordern Zielverzicht für biogene Kraftstoffe

Das Bioethanolwerk in Zeitz verarbeitet jährlich rund 700.000 t Weizen zu 260.00 m³ Ethanol. Foto: Südzucker Foto: Südzucker
Es sei ein Mythos zu glauben, dass weiterhin riesige Limousinen gebaut und diese mit Biosprit betrieben werden könnten. Auf einem Planeten mit beschränkten Ressourcen sei das faktisch nicht möglich. Auch mehrere wissenschaftliche Beratergremien der EU-Kommission hätten Bedenken gegen das angestrebte Biospritziel geäußert. Obwohl die Grünen nur 43 der insgesamt 785 Europaabgeordneten stellen, darf die Bedeutung ihrer Forderungen nicht unterschätzt werden. Mit Turmes haben sie nämlich den Berichterstatter für den Verordnungsentwurf in ihren Reihen und können das Gesetzgebungsverfahren damit spürbar beeinflussen. Außerdem wachsen auch in anderen Fraktionen des Europaparlaments sowie in den Mitgliedstaaten die Bedenken gegen den Biospritausbau.
Turmes plädierte dafür, von einer eindimensionalen Biospritpolitik zu einer ganzheitlichen Politik für Energie aus Biomasse zu wechseln. Die Gemeinschaft sollte sich auf solche Biomasse-Verwendungsrichtungen konzentrieren, die am effizientesten seien – das seien Strom und Heizenergie. Das sei auch preiswerter als Biosprit.
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