Aktuell
Gegen die „Schokosteuer“
Einzelhandel lehnt vollen MwSt-Satz für Süßigkeiten ab
Berlin (p). Für Lebensmittel gilt mit wenigen Ausnahmen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Das soll sich für Süßigkeiten und Chips bald ändern, wenn es nach dem Willen verschiedener Politiker geht. Mit dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf zucker- und fetthaltige Lebensmittel wollen sie gegen die zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen vorgehen. Hiergegen wehrte sich der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). „Steuererhöhungen taugen nichts im Kampf gegen das Übergewicht. Mit einer Schokosteuer werden alle für die Sünden einzelner bestraft, ohne das sich an den Ursachen des Problems etwas ändert“, sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr.
Gefragt sei vielmehr ein umfassender Ansatz, um die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Hierzu leisten Lebensmittelwirtschaft und Einzelhandel unter anderem durch die Plattform Ernährung und Bewegung (PEB) einen großen Beitrag. „Es gibt keine guten und schlechten Lebensmittel, es gibt nur falsche und richtige Lebensgewohnheiten“, stellte der HDE-Sprecher klar. „Nie gab es eine größere Auswahl an hochwertigen kalorien- und fettarmen Produkten“ betonte Pellengahr. Er forderte, dass das Sportangebot von Schulen und Vereinen deutlich ausgeweitet wird. Man müsse sich außerdem dem Problem Fettleibigkeit von Kindern und Jugendlichen mit gezielten Programmen annehmen.
Weitere Nachrichten aus Fokus vom 24.05.2007:
Defizit abbauen, Steuern senken
Ernte wird separat erfasst
Einigkeit bei Erbschaftssteuer
5-Tage-Woche bald passé?
„Wachstum ist kein Selbstläufer“
Gemeinsam auf Erfolg gesetzt
Backzutaten garantieren Produktqualität
Sehr großes Interesse
Ernährungsbranchen unter einem Dach
Neues Backofenwerk

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"