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„Wacken-Bäcker“ rockt die Krume

Axel Schmitt auf einer der Hauptbühnen (1), mit Brotcn für die Bands (2), einem der Musiker (3), Metal-Ikone Doro Pesch (4) und mit einer Rückansicht der aussagekräftigen Art (5). Seine Assistentinnen der Back-Show tragen nur Body-Painting (6). Auch wenn  (Quelle: Weiss)+
Axel Schmitt auf einer der Hauptbühnen (1), mit Brotcn für die Bands (2), einem der Musiker (3), Metal-Ikone Doro Pesch (4) und mit einer Rückansicht der aussagekräftigen Art (5). Seine Assistentinnen der Back-Show tragen nur Body-Painting (6). Auch wenn (Quelle: Weiss)

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Axel Schmitts Auftritt beim Heavy-Metal-Festival

Von Arnulf Ramcke

Mehl, Trockenhefe, Erdnussflips, Erdnüsse, Kartoffelchips, Salz und Bier, gut geknetet, in Brötchen- oder Fladenform samt eingerollter Bratwurst gebracht – fertig ist das Campingbrötchen. Und wer hat’s erfunden? Nein, nicht die Schweizer, sondern Bäckermeister Axel Schmitt als Antwort auf die Frage, wie sich 70.000 Menschen selbst mit Brot versorgen können, wenn keine Bäckerei und kein Backofen in der Nähe sind.

Anlass fürs Brötchen vom Grill – auf dem wird es zwölf Minuten lang bei hoher Hitze „gebacken“ – war die Speisung der Besucher des weltweit größten Heavy-Metal-Festivals in der norddeutschen Gemeinde , deren „Einwohnerzahl“ sich seit 1990 Anfang August von den üblichen 2000 auf erwähnte 70.000 hochschraubt.

Einer von ihnen war Axel Schmitt, der mit dem offiziellen Status des „Wacken-Bäckers“ samt VIP-Status angereist war. Dass der 37-Jährige aus dem bayerischen Frankenwinheim selbst bekennender Metal-Fan samt eigener Band ist, ordnet seine Aussage ein, „endlich mal unter normale Menschen gekommen zu sein“.

Diese Volksgruppe der Freunde gesteigerten Hardrocks bestand nicht nur aus Besuchern zwischen Kindes- und Seniorenalter, sondern auch aus den Musikern von 170 Bands, die drei Tage lang auf neun Bühnen das Festivalgelände von der Größe einer Stadt beschallten.

Auf einer dieser Plattformen wurde allerdings auch gebacken. „Da hatte ich meine Heavy-Metal-Back-Show“, erzählt Schmitt. Passend inszeniert mit zwei Models, die Bodypainting statt textiler Kleidung trugen, jeder Menge Metal-Power bei der Mehlverarbeitung und dem Vorsatz von Schmitt,„ganz viel fürs Bäckerhandwerk zu rasseln“.

Diese Werbetour für die Branche beschränkte der Brotsommelier, der von Wacken aus direkt in den Urlaub durchfuhr („Das war nötig“), nicht auf Bühnenauftritte: Ob Blödelbarde Otto Waalkes oder Metal-Ikone Doro Pesch – ihnen allen erklärte Schmitt, „warum es geil ist, ein Bäcker zu sein“. Und dass mehrere Fernsehsender Beiträge über den Wacken-Bäcker gedreht haben, dürfte der Verbreitung dieser Botschaft auch nicht im Wege stehen.

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