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Thema: „Brot – Form und Symbol“

Den 1. Preis erhielt der Fotograf Walter Fogel für seine Bildfolge „Brot Zeit“: Ein Bauer auf Lanzarote lagert alte Brötchen, die bei einem Hotelbetrieb abfallen, in einem Auto für seine Schweinzucht. +
Den 1. Preis erhielt der Fotograf Walter Fogel für seine Bildfolge „Brot Zeit“: Ein Bauer auf Lanzarote lagert alte Brötchen, die bei einem Hotelbetrieb abfallen, in einem Auto für seine Schweinzucht.

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Kunstwettbewerb und Ausstellung im Museum der Brotkultur Ulm

Ulm (sbg). Aus Anlass des 50 jährigen Jubiläums der Gründung des Museums der Brotkultur Ulm hat die Eiselen-Stiftung Ulm als Trägerin des Museums einen Kunstwettbewerb ausgeschrieben der mit 15.000 Euro dotiert ist. Er soll die schöpferische Auseinandersetzung von Bildenden Künstlern mit dem umfassenden und vielseitigen, aber gegenwärtig jedoch in diesen Kreisen wenig beachteten Thema „Brot“ fördern.

Rund 290 Arbeiten lagen nach Einsendeschluss vor, die sich alle mit dem Thema Brot als Form und Symbol beschäftigen. Dr. Andrea Fadani, Museumsleiter und Vorstand der Eiselen-Stiftung meinte dazu: „Vor allem die Form des Brotes hat viele Künstler in ihren Arbeiten herausgefordert, aber auch das Brot als Symbol spiegelt sich in den Arbeiten wider“. Aus diesen eingereichten Arbeiten wurden nun 18 Künstler für die Ausstellung und Prämierung ausgewählt die aus den Bereichen Skulptur/Objekt, Installation, Fotografie, Grafik, Malerei und Aktion kommen.

Den ersten Preis hat die Jury mit 10.000 Euro an den Fotografen Walter Fogel, Angelbachtal vergeben. Er hat vier Fotos eingereicht, die das Wrack eines Lieferwagens auf Lanzarote zeigen, der mit alten Brötchen aus einem Touristenhotel gefüllt ist. Der Lieferwagen dient als Lager für einen Bauern, für dessen Schweinemast. Die Jury zeichnete den Fotografen für seine Bildfolge aus, die als politischer Kommentar zum perversen Überfluss zu werten ist.

„Brotlos“ und „brotzeit III“

Mit 3.500 Euro ist der zweite Preis bewertet worden. Er ging an Det Kraus aus Berlin für seine Lotterieaktion „Brotlos“. Der Künstler will mit seiner Lotterie in Bäckereien für Menschen, die in der südlichen Hemisphäre unseres Planeten kein Brot haben, Mittel sammeln und diese der Aktion „Brot für die Welt“ zur Verfügung stellen.

An Jörg Wagner aus Gießen ging der dritte Preis in Höhe von 1.500 Euro, für seine Arbeit „brotzeit III“. Es sind verschweißte Brotzeiten, die den Umgang mit Nahrung in Frage stellen.

Die Ausstellung „Brot-Form und Symbol“ ist im Museum der Brotkultur Ulm in der Salzstadelgasse 10 noch bis zum 17. April zu sehen.

Geöffnet ist sie täglich von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch 10 bis 20.30 Uhr.

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