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Polnische Torten und Brote für jede Lebenslage

Die Bäckerei und Konditorei Wozniak in Stettin liefert und betreibt sechs Filialen. (Quelle: Treiber)+
Die Bäckerei und Konditorei Wozniak in Stettin liefert und betreibt sechs Filialen. (Quelle: Treiber)

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Wac?aw Wo?niak hat seinen Betrieb in Stettin auf Spezialitäten ausgerichtet / Der Kunde bestimmt, was aus dem Ofen kommt

Von Iris Treiber

Runde Cremetorten, Dessertgebäck-Stücke, 17 süße Teilchen, 17 runde Schlagsahnetorten, 18 eckige Dessertkuchen, je 24 Kleingebäcke und Kuchen zum Auswiegen, 30 Brote und Brötchen, 96Torten zu verschiedenen Anlässen – das ist ein Einblick in den 48-seitigen Produktkatalog der Cukiernia-Piekarnia Wo?niak in Szczecin.

Szczecin, auf Deutsch , ist die siebtgrößte Stadt Polens. Dort hat sich die Cukiernia-Piekarnia Wo?niak in den vergangenen Jahrzehnten prächtig entwickelt.

Die Töchter werden das

Unternehmen weiterführen

Cukiernia ist das polnische Wort für Konditorei, Piekarnia das für Bäckerei. Dort liegen auch die Wurzeln der Cukiernia-Piekarnia Wo?niak. Geschäftsführer des Betriebs in Familienbesitz ist Bäcker und Konditor Wac?aw Wo?niak (62). Zur Geschäftsführung gehören seine Frau Halina (61) und die beiden Töchter Angelika Sikora, (40) und Wioletta Wo?niak (36).

Die Töchter haben Marketing und Betriebswirtschaft studiert und kennen das Geschäft von klein auf. Sie werden das gemeinsam weiterführen, was ihre Eltern 1978 angefangen haben.

Vom Brotspezialisten zum

Experten von Spezialtorten

Damals übernahmen Wac?aw und Halina in der Stadtmitte von Szczecin eine kleine Bäckerei, die seit 1945 bestand. „Es war also nicht schwierig, Fuß zu fassen“, sagt Wozniak. „Aber die Rohstoffe waren begrenzt und schwer zu beschaffen.“

Der kleine Brotbetrieb Wo?niak war erfolgreich und wuchs. Als er 1987 den Betrieb verlegte und vergrößerte, stieg Wac?aw auch in den Konditorei-Bereich ein. Seit 1996 führt der Betrieb die Bezeichnung Cukiernia-Piekarnia.

An Festtagen steht der

Firmenchef in der Produktion

50 Menschen sind bei der Cukiernia-Piekarnia Wo?niak beschäftigt, darunter 18 im Verkauf. Wac?aw Wozniak ist nur noch selten in der Produktion aktiv. Vor Ostern, Weihnachten oder anderen speziellen Anlässen verlässt er seinen Schreibtisch und legt in der Backstube Hand mit an. Ewelina spricht perfekt Deutsch. Sie knüpft Kontakte zum Ausland und such Abnehmer zu suchen. Zwei bis drei Kunden kommen wöchentlich aus Deutschland, um Waren abzuholen, vor den Feiertagen sind es mehr.

Sechs Filialen und Kunden

aus Deutschland

„Ich wollte immer ein eigenes Geschäft“, erzählt Wac?aw Wozniak. „Und ich möchte mich noch weiter entwickeln.“ Trotzdem sei es schwer gewesen. Nach zwei Jahren war der neue Firmensitz fertig, ausgestattet mit Maschinen aus Deutschland, weil, wie Wac?aw sagt, die Qualität und der Service stimmen.

Langsam stiegen die Kundenzahlen, die Produktion nahm zu, sechs Filialen entstanden. Sie liegen weitgehend in Wohngebieten, sind Einzelgeschäfte oder Läden in Einkaufszentren, teilweise mit Pavillon-Cafés.

Die größten Konkurrenten jedoch seien die Supermärkte, so Wac?aw, aber dort sei die Qualität deutlich schlechter. Er biete hochwertiges Brot mit Sauerteig ohne Konservierungs- und Auflockerungsstoffe und mit traditionellen polnischen Zutaten an. Besonders beliebt seien Altpolnisches Brot und Vollkornbrot.

Festbrote, Schmuckbrote und

Festtagstorten sind die Renner

Wer ein besonderes Brot wünsche, bekomme auch das gebacken. Begehrt seien Festbrote, die als Schüssel für Suppen genutzt würden, und Schmuckbrote mit reichem Schaustück-Dekor. Das gesamte Brotsortiment wird täglich gebacken.

Riesig ist naturgemäß die Auswahl an Spezialtorten. „Gerade Torten zu Anlässen fertigen wir nach individuellen Wünschen“, erklärt Ewelina Olejnik, die seit zehn Jahren im Marketing des Betriebs arbeitet.

Es gibt sogar

Fototorten

Es gibt mehrstöckige Hochzeitstorten, schlichte Torten mit dekorierter oder bemalter Oberseite in traditionell runder oder beliebig anderer Form, dreidimensional gestaltete Figuren wie Zahlen, aufgeschlagene Bücher, Bären-, Tiger- und Micky-Maus-Köpfe, Kommunionskelche, Musikinstrumente, Autos, Fußbälle, Pilze, Pferde...

Grundsätzlich jedoch könnten alle Motive bestellt werden, auch Fototorten. Im Standardsortiment seien 24 verschiedene Geschmacksrichtungen.

Sahne- und Buttercremetorten werden in der Regel als Ganzes verkauft. „In kauft man vorsichtshalber lieber mehr und wirft es notfalls weg“, sagt Angelika. Im Café sei es jedoch üblich, auch nur ein Stück Torte zu bekommen. Der Gast kann wählen, wie groß es sein soll, denn es wird gewogen und nach Gewicht verkauft.

www.cukierniawozniak.pl

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