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Platzeck verteilt die „Goldene Brezel“

Als erster Bäckermeister des Landes Brandenburg erhielt Klaus Merschank (2.v.r.) das begehrte Qualitätssiegel von Ministerpräsident Matthias Platzeck (2.v.l.) persönlich überreicht. LOM Hans-Joachim Blauert (r.) und der Bürgermeister des Gastgebersta+Zur Fotostrecke
Als erster Bäckermeister des Landes Brandenburg erhielt Klaus Merschank (2.v.r.) das begehrte Qualitätssiegel von Ministerpräsident Matthias Platzeck (2.v.l.) persönlich überreicht. LOM Hans-Joachim Blauert (r.) und der Bürgermeister des Gastgebersta

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32 Brandenburger Betriebe bestanden Qualitätstest und wurden ausgezeichnet

Feststimmung herrschte bei strahlendem Sonnenschein auf dem 10. Brandenburg-Tag in der Lausitzer Rosenstadt Forst. Die traditionelle Veranstaltung kehrte damit wieder in den Süden des Landes zurück, wo die beeindruckende Leistungsschau von Wirtschaft, Handwerk, Sport und Tourismus 1995 in Cottbus aus der Taufe gehoben wurde. Rund 100.000 Brandenburger und Gäste besuchten das große Festgelände zwischen Altstadt, Neißeufer und dem berühmten Rosengarten.

Insgesamt 12 Bühnen und 11 Themenbereiche sorgten für Musik, Unterhaltung, Sport, Spaß und viel Information. Mit großem Engagement hatte sich insbesondere das regionale Bäckerhandwerk mit seinen 98 Innungsmitgliedern auf das Event, das in diesem Jahr unter dem Motto „Rosen für Brandenburg“ stattfand, vorbereitet.

Am Stand der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoreninnung sowie des Oberstufenzentrums wurden beispielsweise die besten Schaustücke der letzten Gesellenprüfung, darunter der Forster Wasserturm, ein Schachbrett und ein Spreewaldkahn, präsentiert. Wissenswertes über Ausbildungsmöglichkeiten und aktuelle Brancheninformationen konnten die zahlreichen Interessenten zudem von dem Fachschulverein der Bäcker- und Konditoren Bergholz-Rehbrücke e.V. und dem Bäcker- und Konditorenverband Berlin-Brandenburg e.V. erfahren. Nicht zuletzt wegen des verführerischen Dufts von frischem Backwerk avancierten die Verkaufsstände der Bäckereien Klaus Merschank aus Forst und Werner Klinkmüller aus Luckau zu stets dicht umringten Besuchermagneten. Besonders gefragt waren die Spezialitäten wie das vor Ort im mobilen Steinofen gebackene deftige Knullenbrot mit Kartoffeln, Schinken und Zwiebeln, oder das Rosengartenbrot, ein mit Rosenölessenz geschmacklich verfeinertes Mehrkornbrot.

Eine Kostprobe davon erhielt auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, der bei seinem Rundgang das Bäckerhandwerk besuchte. Anschließend schnitt der Politiker einen 12 Kilogramm schweren Riesen-Baumkuchen mit Rosendekor an, der stückweise an umstehende Besucher und die Bewohner eines nahe gelegenes Seniorenheimes verschenkt wurde.

Highlight für die Zunft war die erstmalige Auszeichnung von 32 Innungsbetrieben aus dem Land Brandenburg mit der „Goldenen Brezel“, einem Zertifikat, das der Bäcker- und Konditoren-Landesverband ausgelobt hat, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten wieder verstärkt auf handwerklich hergestellte Backwaren zu lenken.

Nachdem 2005 insgesamt 21 hauptstädtische Bäckereien erfolgreich um das Siegel gekämpft hatten, wetteiferten in diesem Jahr auch die Brandenburger Kollegen um diese Auszeichnung. Für die Verleihung des Prädikats durch externe Fachleute mussten sich die Bewerber vorab einem gründlichen Betriebs-Check unterziehen und sechs Kriterien erfüllen. Neben handwerklicher Backwarenherstellung nach traditionellen Rezepten und regelmäßigen Qualitätsprüfungen waren ein gut geschultes Verkaufspersonal, die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen und die Ausbildung von Lehrlingen Pflicht.

Landesverbandsvorsitzender Hans-Joachim Blauert erläuterte die Gründe dafür: „Mit diesem Siegel wollen sich unsere Betriebe von der Vielzahl an Aufbackstationen in Discountern, Supermärkten, Backshops und Tankstellen abheben.“ Die „Goldene Brezel“ soll zum allseits bekannten Markenzeichen vorbildlicher Handwerksbäckereien avancieren. Ein Anliegen, das auch prominente Landespolitiker wie Ministerpräsident Matthias Platzeck und Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns mit der persönlichen Überreichung der Plakette an die Betriebe auf dem 10. Brandenburg-Tag in Forst unterstützten. Das Zertifikat hat jeweils zwei Jahre Gültigkeit und muss danach erneut „verteidigt“ werden.

 

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