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„Frauen wollen Geld verdienen und Spaß haben“

Berlin (rgb). In einem Interview der Zeitschrift ”Schrot und Korn” äußerte sich die Dipl.-Pädagogin Andrea Nispel zu den Beweggründen von Frauen, sich selbständig zu machen. Andrea Nispel arbeitet freiberuflich als Sozialwissenschaftlerin und verfasste Studien über Existenzgründerinnen.

Einer der vorrangigen Gründe, warum sich Frauen selbständig machen ist die Motivation, ihre berufliche Zukunft selbstbestimmter zu gestalten, sich ihren Arbeitsplatz zu schaffen und dabei auch ihre kreativen Fähigkeiten zu entfalten. Wichtig sei es, dass Beruf und Privatleben dabei unter einen Hut passen – mit oder ohne Kinder. 75Prozent der Gründerinnen gelingt auch der Sprung in die Selbstständigkeit, wobei auch hochqualifizierte Frauen aus gut bezahlten Jobs ins eigene Geschäft wechseln und bereit sind, finanzielle Einbußen in Kauf zu nehmen. Zwar belaste die Frauen die finanzielle Unsicherheit, zugleich hätten aber 95 Prozent Freude an der Selbstständigkeit. Nispel: ”Sie genießen trotz gewisser Ängste ihr neues Leben.”

Im Unterschied zu Männern wollen Frauen mit ihrem Geschäft nicht nur Geld verdienen, sondern auch Gutes tun. Frauen stehen ganz hinter ihrem Angebot, verlangen dabei hohe Qualitätsmaßstäbe, sind dabei für eine zufriedene Kundschaft bereit, fast alles zu tun und bauen oft auf Weiterempfehlung, statt für sich zu werben. Hier müssten die Frauen aufpassen, warnt Andrea Nispel, denn wer beispielsweise die Kinderspielecke mit viel Aufwand gestaltet, aber die betriebswirtschaftlich fundierte Geschäftsführung darüber vernachlässigen, begibt sich in Gefahr. Nispel: ”Strategisches Planen, gutes Marketing und geschickte Akquise sind Bestandteile des nachhaltigen materiellen Erfolgs. Wer finanziell ständig allzu knapp ist, kann weder Gutes tun, noch den Spaß an der selbstbestimmten Arbeit genießen.” Frauen zeigen sich im Geschäftsleben kommunikativer, indem sie sich eher mit anderen Gründerinnen vernetzen und austauschen. Nispel: ”Im Hinblick auf den unternehmerischen Erfolg bewerten Frauen ihre fachlichen Abschlüsse und Zertifikate eher zu hoch. Sie messen zugleich der Qualifikation für eine strategische Betriebsführung zu wenig Gewicht bei.”

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