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Geklaut oder versteuert?

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Offenbar falsche Schadensangabe nach Diebstahl

Wie Anfang vergangenen Jahres in dieser Zeitung (ABZ 2/2006) berichtet, konnte die Polizei bereits kurz nach einem Überfall in einer Bäckerei in Schöngeising die Täter fassen. Die Einbrecher hatten zwei Tage vor Weihnachten den Laden überfallen und laut Anklage eine Tasche mit knapp 500.000 Euro Bargeld, 21 Sparbüchern über insgesamt 645.000 Euro und 22 Anteilsscheinen im Wert von knapp 38.000 Euro erbeutet.

Vergangenen Monat begann vor dem Landgericht München der Prozess, bei dem sich die beiden 36 und 37 Jahre alten Männer zum Tatvorwurf in Schweigen hüllten. Ebenso wie ihr vermeintlicher Komplize (31). Der hatte im Jahr 2004 über einige Monate zwei bis drei Tage pro Woche in der Bäckerei ausgeholfen und den Tipp, dass es dort etwas zu holen gibt, weitergegeben. Der Grund für das Stillhalten des Trios könnte sein, dass die Polizei bei der Festnahme nur 180.000 Euro gefunden hatte, während das Opfer, eine 70-jährige Bäckerin, einen Verlust von knapp 500.000 Euro angegeben hatte. Bei einer zweiten Vernehmung jedoch sprach das Opfer nur noch von fehlenden 50.000 Euro gesprochen. Möglicherweise befürchtete das Bäckerehepaar ein Steuerstrafverfahren, das dann tatsächlich auch folgte. Denn die Staatsanwaltschaft geht nach Informationen der Zeitung „Münchner Merkur“ von einer Summe von 650.000 Euro aus, die das Ehepaar in den vergangenen zehn Jahren nicht versteuert haben soll.

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