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Für den Weltcup der Bäcker qualifiziert

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Bis zur letzten Minute wurde an den Schmuckstücken gefeilt.

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Pascal Tepper (links) und Christian Vabret (rechts), Organisatoren des Cup-Lesaffre, mit Andrej Szydlowski, Präsident des Weltverbands und dem Weltpokal.

Cup Lesaffre: Marokko gewinnt in der Gruppe Afrika/Mittlerer Osten und ist bei der Weltmeisterschaft in Paris dabei

1992 wurde die Weltmeisterschaft der Bäcker von Christian Vabret in Frankreich ins Leben gerufen. Dieses Jahr werden die Endkämpfe zum sechsten Mal auf der Europain (16. bis 20. April 2005 in Paris) ausgetragen. Am Start sind 12 Mannschaften aus aller Welt: Japan (Weltmeister im Jahr 2002) und USA, Belgien, Frankreich, Schweiz, Italien, die besten Finalisten bei dieser Endausscheidung. Hinzu kommen noch Dänemark, Finnland, China, Slowakei, Chile und Marokko, die sich im vergangenen Jahr als Sieger des Cup Lesaffre, den jeweiligen Kontinentalausscheidungen, für das Finale in Paris qualifiziert haben.

Aus Deutschland wird schon seit Jahren keine Mannschaft nominiert, obwohl der Zentralverband regelmäßig aufgefordert wird, sich an der Weltmeisterschaft zu beteiligen. Der Aufwand, eine Mannschaft aus drei Bäckern zusammen zu stellen und zu trainieren sei mit dem betrieblichen Alltag nicht zu vereinbaren, heißt es.

Die Veranstalter, Jean-Paul Broutin, Generalsekretär des französischen Bäckerverbands, die Messemacher der Europain und Lesaffre, Weltmartkführer in Sachen Hefe und Hauptsponsor der kontinentalen Ausscheidungswettbewerbe, bedauern die Abwesenheit Deutschlands, wie sie beim Cup Lesaffre für die Mannschaften aus Afrika und dem Mittleren Osten am Konzernsitz in Lille zum Ausdruck brachten.

Beim letzten Qualifikationswettbewerb zur Weltmeisterschaft 2005 in Paris gingen Mannschaften aus Madagaskar, Marokko, dem Libanon, Tunesien und aus dem Senegal an den Start. Algerien, ebenfalls nominiert, war nicht dabei, weil es Probleme bei den Einreiseformalitäten gab.

Der Ausscheidungswettbewerb dauerte knapp drei Tage. Wobei ein umfangreiches Sortiment an tourierten Backwaren, Baguettevariationen, Spezialbroten und ein recht aufwendiges landestypisches Dekorationsgebäck erstellt werden mussten. Am Schluss hatte das Team aus Marokko die Nase vorne. Eine Entscheidung, die nicht von allen hingenommen wurde. Die Libanesische Mannschaft fühlte sich unter Wert beurteilt und sorgt mit ihrem verärgerten Abgang für einen kleinen Skandal.

Bewertet werden die Meisterwerke von den Trainern und Betreuern der jeweiligen Länder.

Trotzdem war es eine gelungene Veranstaltung und alle anderen Mannschaften freuten sich, die Gelegenheit zu internationalem Erfahrungsaustausch bekommen zu haben: Sie wurden von der Lesaffre-Gruppe nach Lille eingeladen.

Lesaffre ist seit 150 Jahren am Markt, hat zwischenzeitlich weltweit 7000 Mitarbeiter, produziert in 5 Kontinenten, verkauft in 190 Länder, macht einen jährlichen Umsatz von 1,2 Billionen Euro und ist zu 100 Prozent in Familienbesitz.

Und natürlich ist die Weltmesse Europain für den Weltkonzern quasi ein Heimspiel. In Paris sind 650 Aussteller aus 32 Ländern gemeldet. Die Veranstalter rechnen mit rund 85.000 Besuchern aus aller Welt.

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