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Ein Markt mit einer Menge Potenzial

Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis besuchte Gut Rosenkrantz und diskutierte mit Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen (links) und Vertretern aus Landwirtschaft und Bäckerhandwerk über das regionale Dinkelprojekt und die Marktch+
Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis besuchte Gut Rosenkrantz und diskutierte mit Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen (links) und Vertretern aus Landwirtschaft und Bäckerhandwerk über das regionale Dinkelprojekt und die Marktch

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Infos rund um „Bio“: Ministerpräsidentin Heide Simonis zu Besuch auf Gut Rosenkrantz

Schinkel (uho). Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis traf sich im Vorfeld der Landtagswahlen auf Gut Rosenkrantz zu einem Gespräch mit Vertretern der Landwirtschaft und des Bäckerhandwerks. Gut Rosenkrantz liegt in Schinkel, einer Gemeinde, in der die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche biologisch bewirtschaftet wird. Das Gut Rosenkrantz gehört der Familie von Münchhausen, die hier seit 1824 ihren Familiensitz hat. Seit 15 Jahren wird auf Gut Rosenkrantz Biogetreide angebaut. Die Ministerpräsidentin interessierte sich für das schleswig-holsteinische Dinkelprojekt, das von der CMA, ihrem Landwirtschaftsministerium und dem Gut Rosenkrantz betreut wird. Das Projekt fördert die Umstellung der Backbetriebe auf „Bio“.

Unterstützt wird es von der Bäckerinnung und dem Biolandverband und wendet sich direkt an die 300 schleswig-holsteinischen Innungsbäckereien. Ziel ist es, den regionalen Dinkel vom Anbau bis zum fertigen Backprodukt zu fördern. Die gesamte Dinkelernte aus Schleswig-Holstein ist von Bioqualität. Sie wird von Kopenhagen bis nach Tübingen vermarktet.

„Dinkel ist das Getreide des 21. Jahrhunderts“, betonte Ernst-Friedemann Freiherr von Münchhausen. Das hat verschiedene Gründe. Dinkel ist robust, gesund und – verarbeitet zu Brot und Backwaren – von angenehm nussigem, aromatischem Geschmack.

Über zwei Jahrzehnte Erfahrung mit Biobackwaren hat die Vollkornbäckerei Brotgarten aus Kiel. „Die Komplettumstellung auf „Bio“ lässt sich vor dem Kunden besser vertreten“, begründete Geschäftsführerin Patricia Pitzschel die Entscheidung. Ein landwirtschaftlicher Betrieb stellt sich ganz oder gar nicht auf Bio um. Ein Bäcker aber kann konventionelle Produkte neben Bio-Produkten anbieten. Für den Handwerksbäcker ist „Bio“ ein interessantes Marktsegment und ein Wachstumsmarkt. Erst 5 Prozent aller Backwaren haben Bio-Qualität. In diesem Markt steckt noch eine Menge Potential.

Bis heute hat sich bei „Bio“ viel getan. Heide Simonis erinnerte sich noch an ihre ersten „freudlosen“, trockenen Biokekse. „Diese Zeiten sind zum Glück lange vorbei“, sagte Patricia Pitzschel lachend. Die Vielfalt an Rohstoffen in Bioqualität kann sich heute mit dem aus konventionellem Anbau messen. Die Handelsgesellschaft Gut Rosenkrantz liefert allein 400 verschiedene Bio-Artikel, Tendenz steigend.

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