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Ein Jahr Gefängnis für Bäcker

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Stockach (rgb). Weil ein Bäckermeister aus Rißtorf zum zweiten Mal die Sozialabgaben für seine Angestellten hinterzogen hat, verurteilte ihn das Amtsgericht in Stockach am Bodensee zu einem Jahr Gefängnis auf drei Jahre Bewährung. Die erste Strafe, drei Monate Gefängnis zur Bewährung, hatte offensichtlich keinen Eindruck auf den Bäckermeister gemacht. Wegen schlechter Umsätze habe er nur geringfügig beschäftigte Verkaufskräfte eingestellt, welche nur gering versicherungspflichtig waren. Trotzdem konnten die Beiträge nicht abgebucht werden, weil das Konto keine Deckung aufwies. Allerdings wies ein Sachverständiger der Krankenkasse nach, dass keineswegs 33.000 Euro, sondern „nur“ 18.000 Euro Außenstände offen seien. Durch den schnellen Personalwechsel beim Bäcker hätten die EDV-Eintragungen ständig geändert werden müssen, aber das sei anscheinend nicht geschehen. Nicht geändert jedoch hätte sich die Anzahl der 33 Hinterziehungen, sondern nur die Schadenssumme. Als Bewährungsauflage verlangte der Richter Schadenswiedergutmachung und regelmäßige Zahlung der Sozialabgaben.

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