ABZ - Das Fachportal für Bäcker

Dresdner Stollen für Putin

Weitere Artikel zu


Prisma

Dresden (rgb). Auch der russische Präsident Wladimir Putin schätzt den Genuss von Dresdner Stollen. Bäckermeister Jan Scholze aus dem Dresdner Stadtteil Pieschen könnte sich Hoflieferant nennen, gäbe es diesen Titel noch. Putin, der zu DDR-Zeiten mehrere Jahre in Dresden als Chef des russischen Geheimdienstes KGB gearbeitet hatte, muss in dieser Zeit seine Liebe zum Stollen entdeckt haben.

Zumindest wies er sich als Stollenkenner aus, als er bei einem Empfang im Hamburger Rathaus über den angebotenen Stollen urteilte, dass er wohl nicht aus Dresden stamme. In den letzten zwei Jahren erhielt Jan Scholze immer wieder Bestellungen aus der russischen Botschaft in Berlin. Seit diesem Jahr beliefert Jan Scholze offiziell die Kantine des „Weißen Hauses”, des russischen Parlaments. Allerdings wird dieser Stollen nicht mehr in Dresden gebacken, sondern zusammen mit einem russischen Partner in Moskau. Wobei sich jedoch die russische Kundschaft noch skeptisch zeigt. Der runde Stollen wird als sächsisches Früchtebrot verkauft, weil derartig deklariert auch jeder Russe sofort erkennt, dass es sich um ein Lebensmittel handelt.

Neben Stollen backt man in der moskowitischen Filiale noch Brötchen und spezielle Brotsorten, die allerdings derzeit nur in wenigen Geschäften erhältlich sind. Bis zu 8000 US-Dollar verlangte eine Ladenkette als Einstandsgeld, um mit dem Früchtebrotstollen ins Sortiment aufgenommen zu werden.

Auch interessant

„Stiftsbrot“ ohne Lothar Vosseler

Kanzlerbruder Lothar Vosseler gab nur ein kurzes Gastspiel bei seiner Werbung für das „Obernkirchener Stiftsbrot“. mehr...

Weitere Artikel aus Blickpunkte vom 11.03.2005:

 

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel