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Detmolder Teigführung für die Mongolei

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Detmolder Teigführung für die Mongolei (Quelle: SYSTEM)

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Jörg und Siegrun Reinhold ebnen den Weg für deutsche Backwaren in Ulan Bator

Von Bérengère Thumm

Die Mongolen sind ein probierfreudiges Volk“, erklärt Jörg Reinhold (70), Bäckermeister aus Wesenberg. Sie seien stets offen für Neues, vor allem wenn es aus dem Ausland komme. Das mag einer der Gründe sein, weshalb eine deutsche Bäckerei so einen Anklang in der Mongolei findet. Denn auch das deutsche Brot muss mal getestet werden.

„German Bakery“

in Ulan Bator eröffnet

Das Ehepaar Damdinbazar aus Ulan Bator hat in Deutschland studiert und in Berlin die Liebe zu deutschem Brot entdeckt. Um die deutschen Backwaren nach seiner Rückkehr in die Mongolei nicht missen zu müssen, entschloss es sich, eine „German Bakery“ aufzumachen.

Durch einen ehemaligen Arbeitskollegen, dessen Familie eine Exportfirma besitzt, entstand der Kontakt zu Jörg Reinhold. Als dieser im Jahr 2013 von dem Vorhaben erfuhr, sagte er kurzerhand zu, „packte“ seine Frau Siegrun und seine sieben Sachen und flog in die Mongolei.

Bei minus 30 Grad

sind Rohstoffe knapp

Im Sammelcontainer mit Babynahrung wurde die gesamte Ausrüstung nach Asien verschifft und mit der Arbeit losgelegt. Gebacken wird mit russischem sowie mongolischem Mehl. „Da beide Getreidesorten wenig kleberhaltig sind, muss ihnen erst Trockenklebermehl wie Panifarin zugesetzt werden, um Volumen in den Teig zu bekommen“, sagt Reinhold.

 

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