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Der Dinkelking ist immer mit an der Spitze

Stefan Dümig mit seinem Running-Prezel-Team beim Radrennen „Großglockner König“ durch die Alpen. (Quelle: privat)+Zur Fotostrecke
Stefan Dümig mit seinem Running-Prezel-Team beim Radrennen „Großglockner König“ durch die Alpen. (Quelle: privat)

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Stefan Dümig ist erfolgreicher Bäcker, Radfahrer und Triathlet / Dinkelgebäcke als Sportlernahrung positioniert

Von Reinald Wolf

Es ist klasse, wenn du nachts durch die Ortschaften fährst, umgeben von Dunkelheit und Stille – und dem Geruch, den die Bäcker verbreiten. Wenn du deinen Beruf riechst und siehst, wie die Fahrzeuge der Kollegen die Backwaren in den frühen Morgenstunden verteilen“, schwärmt Stefan Dümig.

Offenbar geht da jemand einer außergewöhnlichen Tätigkeit nach. Wer jetzt aber meint, da ist einer auf der Pirsch, um Kollegen auszukundschaften, der ist auf der falschen Spur.

Mit dem Rennrad

700 Kilometer an einem Tag

Bäckermeister Stefan Dümig (54) aus München-Haar ist Triathlet und fährt gerne auch sehr lange Radstrecken am Stück. So zum Beispiel den Ultramarathon „Endurance Race“ in Utah (USA) von 700 Kilometern, bei dem er zwei Mal den 3. Platz belegt hat. Die Bestzeit steht bei 23:43Stunden.

„Ein Bäcker kann das, schließlich sind wir Nachtarbeit gewohnt“, so Dümigs schlichte Erklärung für diese sagenhafte Tagesleistung, die er in ähnlicher Weise auch schon bei anderen Gelegenheiten unter Beweis gestellt hat: In der Sportart Triathlon hat er bereits fünf Mal erfolgreich einen Ironman absolviert (Schwimmen: 3,8 km, Radfahren: 180 km, Laufen: 42,2km) und hat es unter anderem beim Radrennen rund um Mallorca unter 2400 – teilweise sehr namhaften Teilnehmern – auf Platz 124 geschafft.

Neben diesen sportlichen Erfolgen hat er in den vergangenen Jahren eine sehr erfolgreiche Bäckerei aufgebaut. Seit etwa 15 Jahren setzt Dümig auf Dinkel und hat sich als „Ihr Dinkelbäcker“ oder „Dinkelking“, wie seine Homepage heißt, einen Namen gemacht.

Beruflicher und sportlicher

Erfolg im Zeichen des Dinkels

2015 hat Dümig sein Können auch als Tagessieger von „Deutschlands bester Bäcker“ unter Beweis gestellt „Die Teilnahme an der TV-Show hat bei uns einen regelrechten Kundenansturm ausgelöst“, sagt der Ironman unter den Bäckern, der das Backhaus Dümig mit der Spezialisierung auf Dinkelbackwaren klar positioniert hat – auch mit Blick auf ernährungsbewusste und vor allem sportliche Kunden.

„Dinkel hat einen höheren Eiweißgehalt – mit hochwertigerem Eiweiß. Ich bin hundertprozentig von den positiven Eigenschaften des Dinkels überzeugt“, sagt Dümig aus Sicht des Bäckers und Sportlers. Er organisiert und versorgt „eine Dinkel-Fitness-Community“, wie er sich ausdrückt, mit seinen Backwaren. Unter dem Motto „DinkelDoping“ beliefert er acht Sportstudios mit „Dinkelstangerl“ in 13 verschiedenen Ausführungen geliefert.

„Wir machen fünf Prozent unseres Umsatzes mit Studios und Veranstaltungen. Wobei die direkten Käufe von Sportlern und Vereinen nicht mitgerechnet sind“, verdeutlicht Dümig, dass sein sportliches Engagement auch einen wirtschaftlichen Faktor darstellt.

„Ich mache da aber keine Trennung von Hobby und Beruf“, betont der Unternehmer, der als Bäcker und auch als Sportler im Dümig-Signalgelb für Aufsehen sorgt.

Eigentlich ergänzten sich beide Bereiche hervorragend. „Für mich ist der Sport ein toller Ausgleich. Da bekomme ich den Kopf frei und kann auch Ideen rund um das ausgesprochene Kreativgebäck Dinkel entwickeln“, sagt Dümig.

Aber trotz offensichtlicher Synergieefekte: Wie lassen sich das ansprucksvolle Unternehmertum und der große Trainingsaufwand, der für oben genannte sportliche Leistungen nötig ist, vereinbaren? Normal trainiert Dümig wöchentlich 10bis 15 Stunden. Vor größeren Events und Wettkämpfen sind 30 bis 40 Stunden die Regel.

Dümig hat sich aus

dem Betrieb „rausgekauft“

Schöne Landschaften, nette Begegnungen, neue Perspektiven: Hansjörg Knoll hat auf seiner dreieinhalbmonatigen Wanderung einiges erlebt.
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