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Blüten entwerten Brot

Brot hat sich als denkbar ungeeignet für die illegale Einfuhr falscher Euroscheine aus Litauen erwiesen.  (Quelle: Eberhardt)+
Brot hat sich als denkbar ungeeignet für die illegale Einfuhr falscher Euroscheine aus Litauen erwiesen. (Quelle: Eberhardt)

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Große Mengen Euro Falschgeld sichergestellt

Die Polizei in Biberach/Ries hat bei zwei Aktionen falsche 100- und 200 Euro-Noten im Wert von rund 40.000 Euro sichergestellt. Wie es heißt, sei dies eine der größten Mengen an gefälschten Euro-Scheinen, die bislang im Bundesgebiet aus dem Verkehr gezogen wurden.

Die Beamten hatten bei einem 30-Jährigen aus Litauen Falschgeld im Nennwert von rund 20.000 Euro gefunden. Der Mann war Anfang Januar in einem Hotel in Biberach festgenommen worden. Zu diesem Zeitpunkt trug er 98 gefälschte 200-Euroscheine in einem speziellen Gürtel an seinem Körper. Bei ihren Ermittlungen arbeitete die Biberacher Kriminalpolizei seit längerer Zeit eng mit anderen Polizeidienststellen zusammen. Wie die Polizei jetzt bekannt gab, hatte der Durchsuchte bereits im September vergangenen Jahres 200 gefälschte 100-Euro-Scheine in einem Brot versteckt nach Deutschland eingeschmuggelt und in Biberach übergeben.

Inzwischen steht fest, dass der Täter international agierte. Ihm werden außerdem verschiedene Eigentumsdelikte in Litauen und Belgien zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat gegen den Beschuldigten Haftbefehl erlassen und ihn in die Justizvollzugsanstalt bringen lassen.

Die falschen 100-Euro Scheine stammen aus einer illegalen Druckerei im litauischen Kaunas, die im November ausgehoben werden konnte. Dabei stellten die litauischen Behörden fast 9 Millionen Euro Falschgeld samt Werkstatteinrichtung sicher. Über die Herkunft der 200 Euro-Blüten liegen noch keine Erkenntnisse vor, die Fahnder des Bundeskriminalamtes vermutet aber, dass sie aus Südosteuropa kommen. Zumal das BKA vergangene Woche am in Berlin Falschgeld im Nennwert von 96.650 Euro – in 50-Euro-Noten – sicherstellen konnte. Festgenommen wurden sechs Tatverdächtige. Die von der Tätergruppierung produzierten und in Deutschland in Verkehr gebrachten Falsifikate stammten aus Produktionsstätten in Bulgarien.

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