Prisma
Wir sind bereits Weltmeister im Brotbacken
Museum der Brotkultur Ulm ist eine von 365 WM-Stationen im „Land der Ideen“

Das „Museum für Brotkultur Ulm“ wurde von der Bundesregierung und der Wirtschaft als eine von 365 Stationen für jeden Tag im WM-Jahr ausgezeichnet. Kleine und große Museumsbesucher feierten die Auszeichnung mit einem „Tag der offenen Tür“ und einer g
Tatsächlich kam man aus dem Staunen nicht heraus, wenn man die von Roswitha Thiel zusammengestellte Brotausstellung betrachtete. Mehr als 100 Brot- und Brötchensorten hatte sie zusammengetragen und phantasievoll arrangiert und so einen konzentrierten und beeindruckenden Einblick in die Welt des deutschen Brotes geschaffen. Natürlich durfte zu diesem Anlass auch ein rundes „Kickerbrot“ nicht fehlen. Zwei am Rücken zusammengelegte Laibe ergaben einen kugeligen Fußball.
Hermann Eiselen, der Sohn des Museumsgründers und Dr. Fadani wiesen in ihrer Laudatio zur Verleihung des Titels „Ausgewählter Ort 2006“ darauf hin, dass das Museum nicht nur ein Ort des Sammelns und Betrachtens sei. „Wir erinnern immer wieder daran, dass jeder achte Mensch auf dieser Welt nicht genug zu Essen hat. Als international eingebettete Institution leisten wir einen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung mit dem Ziel, den Hunger aus der Welt zu schaffen“, sagte Hermann Eiselen. „Wirkliche Kulturleistung kann nur erbracht werden, wenn genügend Brot für jeden da ist und kein Hunger herrscht“, fügte Dr. Fadani hinzu. Die Museumsleitung sei stolz auf diese Auszeichnung, welche deren Arbeit und deren Ziele noch mehr in das internationale Bewusstsein rücke, meinte er. Und weil sich das Museum dem „Land der Ideen“ verpflichtet fühle, zeige es in seiner nächsten Sonderausstellung Fotografien, die „einen Blick in die Backstuben dieser Welt“ ermöglichen.
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