Prisma
Vom Kampf mit dem Kunden
Gevelsberg (ke). Vor dem Schwelmer Strafgericht wurde kürzlich ein handgreiflicher Streit zwischen einem Kunden und einer Verkäuferin verhandelt. Es ging um eine Auseinandersetzung an der Bäckereitheke eines Supermarktes, in dessen Folge der Kunde mit einer Packung Spaghetti auf die Brotverkäuferin einschlug, was diese mit einer Salatgurke abzuwehren versuchte. Vorausgegangen war die Weigerung der Verkäuferin, dem Kunden kurz vor Ladenschluss noch Frikadellen zu verkaufen.
Die 57-Jährige lehnte die Bedienung des Mannes, der im Supermarkt bereits wegen ständigen Pöbelns bekannt war, ebenso ab, wie ihre 25-jährige Kollegin. Der verärgerte Mann folgte der älteren Verkäuferin laut schimpfend mit obszönen Beleidigungen zur Kasse und bewarf sie dort mit Zuckertütchen. Weitere Geschosse stoppte die Jüngere, die dazwischen ging. Ihr trat der verhinderte Kunde vors Schienbein, beschimpfte und bespuckte sie. Dann griff er zu seinen gerade erworbenen Spaghetti und schlug ihr damit ins Gesicht, so die Zeugin. Das Gericht, verurteilte den Angeklagten, der praktisch alles abstritt und den Nudeleinsatz mit Selbstschutz begründete, zu 500 Euro Geldstrafe wegen Körperverletzung und Beleidigung.
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