Prisma

Stollen leider nur schleppend verkauft

Plauener Bäcker marschieren werbewirksam auf den Weihnachtsmarkt


Plauen (ad). Einen öffentlichkeitswirksamen Auftritt hatten die Mitglieder der Bäckerinnung „Germania“ Plauen am ersten Adventssonntag. Unter der wehenden Innungsfahne marschierten die Bäcker mit ihrem Riesenstollen auf den Weihnachtsmarkt und boten vor zahlreichen Schaulustigen ihren aus zehn einzelnen Stollen hergestellten Riesenstollen feil. Angesichts tausender Besucher, die aus Plauen und Umgebung gekommen waren, herrschte auf dem Marktplatz Gedränge.

Dennoch zeigte sich Obermeister Eberhard Baumann nach der Veranstaltung unzufrieden. Der Verkauf von Stollen und Kaffee zu Gunsten eines gemeinnützigen Zweckes kam nur schleppend in Gang.

Der Anschnitt des Riesenstollens auf dem Plauener Altmarkt war einer der Höhepunkte des ersten Adventssonntages. Erstmals präsentierten sich die Mitglieder der Bäckerinnung in diesem Jahr mit einem Stollenwagen auf dem Weihnachtsmarkt. Musikalisch angekündigt durch das Plauener Jugendschalmeienorchester, marschierten die Bäcker auf den Marktplatz. „Acht Meisterkollegen haben sich mit ihren Mitarbeitern an der Aktion beteiligt, das war eine sehr erfreuliche Resonanz“, stellte der erst kürzlich ins Ehrenamt gewählte Obermeister Eberhard Baumann fest.

Bereits eine Stunde vor der Premiere hatten sich die Bäcker im Foyer des Plauener Rathauses getroffen, um den Stollen auszuschmücken und zu dekorieren. Der Einmarsch des Stollenzuges auf dem Marktplatz habe wunderbar geklappt und bei den Weihnachtsmarktbesuchern für große Begeisterung gesorgt, resümiert Baumann seine Eindrücke.

Allerdings schlug sich diese gute Laune nicht im Stollenverkauf nieder. „Das war vollkommen daneben“, bedauert Baumann. „Letzten Endes haben wir Stollenstücke verschenkt.“

Am Preis kann es nicht gelegen hatten, denn sowohl Stollenstücke als auch Kaffee wurden für je einen Euro angeboten. Und auch die Qualität stimmte. Entmutigen lassen will Obermeister Eberhard Baumann sich von den Erfahrungen des diesjährigen Auftritts allerdings nicht. „Werbung für unser Handwerk haben wir gemacht. Nun müssen wir uns für 2007 etwas Neues einfallen lassen, um die Plauener aus der Reserve zu locken.“


Artikel vom 21.12.2006
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