Prisma
Schein mit nackter Dame
Auch Bäckereien sind von kuriosen „Blüten“ betroffen
Frankfurt/Mainz (p). Auf den ersten Blick könnte der 200-Euro-Schein als echt durchgehen: Die gelbe Farbe und das hochwertige Papier sehen dem Original täuschend ähnlich. Doch die Tücke liegt im Detail: Als Hologramm haben die Betrüger eine Silberfolie mit der Aufschrift „Video Verleih“ ausgeschnitten und auf den Schein geklebt. Die Fälscher benutzten zudem Briefpapier mit einem Engel als Wasserzeichen, der im Gegenlicht durchschimmert. Nicht immer ist eine Blüte so leicht zu erkennen – denn die Fälschungen werden immer professioneller. Bei der Deutschen Bundesbank sind 40 Mitarbeiter im Nationalen Analysezentrum in Mainz neuen Techniken und Trends der Geldfälscher auf der Spur.
Manche Verbraucher fallen selbst auf die einfachsten Blüten herein. So fand ein falscher 5-Euro-Schein einen Abnehmer, der auf der Rückseite nur aus weißem Papier bestand. Sogar Eine 300-Euro Fantasienote mit nackten Damen wurde in einer Bäckerei akzeptiert.
Artikel vom 19.07.2007
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