Prisma
Patent auf die Brezelform
Juwelier will Markenschutz für ein gebackenes Herz
München (ke). Eine herzförmige Breze wollen sich der Juwelier Peter Luger und sein Kompagnon markenrechtlich schützen lassen.
Sollte dem Antrag stattgegeben werden, dürften Bäcker die Herz-Brezn nur noch mit Erlaubnis der Erfinder produzieren.
Die „ganz spezielle Herz-Brezn“ werde aus zwei Strängen zusammengeflochten und mit einer Umdrehung verschlungen“ – sei also eine eigene Entwicklung der beiden Münchner, betonte Peter Luger gegenüber der „Abendzeitung“.
Die Bäcker allerdings sind anderer Meinung und lehnen den markenrechtlichen Schutz für die Herzbrezn strikt ab. Heinrich Traublinger junior, stellv. Obermeister der Bäckerinnung Münchner verweist darauf, dass es Herzbrezen schon seit Jahrhunderten in vielfältiger Ausführung gebe. Herzformen seien unter anderem in einer Anleitung für Lehrlinge aus den 60-er Jahren abgebildet. Er sieht daher die künstlerische Freiheit der Bäcker eingeschränkt.
Schon im Frühjahr ließen die Erfinder ihre Herz-Brezn bei einem Münchner Bäcker für Biergärten produzieren, im Herbst sollte sie unter anderem auch aufs Oktoberfest kommen. Als die Vertragsbeziehungen für die bereits laufende Auftragsproduktion schriftlich gefasst werden sollten, gab es plötzlich Zwist:
„Der Bäcker wollte sich darauf nicht einlassen“, sagt Lugers Anwältin Stephanie Haslinger. Nun steht die Produktion; Haslinger erwägt bereits rechtliche Schritte für den Fall, dass der Bäcker die Brezn eigenmächtig produziert.
Weitere Nachrichten aus Blickpunkte vom 30.08.2007:
- Qualitätsoffensive
Tresorwürfel aus Wand gerissen
Räuber würgt Verkäuferin
OM Aichele trifft Dalai-Lama
Vom Kampf mit dem Kunden

RSS

Zur Bildergalerie "Backkongress 2011"