Prisma

In Berlin auf Lobbyarbeit vor Ort gesetzt

Eröffnungsempfang des Zentralverbands mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft


Berlin (schl). Der Einladung zum ersten offiziellen Empfang des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks im neuen Berliner Domizil in Berlin-Mitte waren zahlreiche Vertreter aus Politik und Wissenschaft sowie Verbandsrepräsentanten aus dem Nahrungsmittelhandwerk gefolgt.

Unter den Gästen Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsministerium und Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (PKM), Ernst Hinsken, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung und 1. Stellvertreter des PKM, der Präsident des Deutschen Konditorenbundes Otto Kemmer und Manfred Rycken, Präsident des Deutschen Fleischerverbandes.

In seiner Begrüßung unterstrich ZV-Präsident Peter Becker, dass der sorgfältig überlegte Ortswechsel von Bad Honnef in die Bundeshauptstadt zwecks effektiver Lobbyarbeit durch den direkten Kontakt zu Bundespolitikern und wichtigen Institutionen im Interesse der Mitglieder gewesen sei. Von der neuen Regierung erwarte der Mittelstand verlässliche politische Rahmenbedingungen. Die geplante Mehrwertsteuererhöhung hält das beschäftigungsintensive Handwerk wegen der noch immer nicht in Schwung gekommenen Binnenkonjunktur für kritisch, ebenso die hohen Zusatzkosten für den Faktor Arbeit. Von der großen Koalition erhoffte sich der Redner insgesamt eine spürbare Unterstützung des Mittelstandes.

Hartmut Schauerte, der die Grüße der Kanzlerin und des Wirtschaftsministers überbrachte, bescheinigte dem Backhandwerk und seiner Organisation ein großes politisches Engagement. Diese aktive Lobbyarbeit sei auch in Bezug auf die in den letzten Jahren zu verzeichnenden erheblichen Strukturveränderungen in der Branche wichtig. Das im zweiten Halbjahr 2005 erzielte Umsatzplus bei den Bäckern und die im Gesamthandwerk zu konstatierende Stabilität bei der Auftragslage wertete er als ein erstes Zeichen für bessere Stimmung. Schwerpunkte der politischen Arbeit sei ein schneller Bürokratieabbau und eine in Zeiten stetig steigender Kosten entideologisierte Energiepolitik. Dem Backhandwerk bescheinigte der Politiker, ein zuverlässiger Ausbildungspartner zu sein und wünschte dem Zentralverband viel Erfolg am neuen Standort.


Artikel vom 02.02.2006
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