Prisma
Immer ein Brot dabei
Filmemacherin Doris Dörrie steht auf Backkultur
Hamburg (ke). Schnell mal ins Fast-Food-Restaurant ist für die Filmemacherin Doris Dörrie (51) keine echte Alternative. Die Regisseurin hat sich für den kleinen Hunger zwischendurch ihr eigenes Mini-Ritual geschaffen: „Ich esse wahnsinnig gern ein Stück Vollkornbrot und einen Apfel. Ich bin berüchtigt für das alte Stück Brot in der Handtasche“, sagte sie im Interview in der am 10. Mai erschienenen Wochenzeitschrift „Gala“. Das habe wahrscheinlich damit zu tun, „dass ich mit Pferden aufgewachsen bin und für die immer trockenes Brot gesammelt habe“. Bei längeren Aufenthalten in den USA mache es sie „wahnsinnig“, dass die vielen Einwanderer die „Tradition des Brotbackens einfach aufgegeben haben“, man sich auch kein Brot selber backen könne, weil es keine Hefe gebe, sondern nur noch Backmischungen. Mit ihrer Tochter habe sie ein „Quälprogramm“. „Immer wenn wir länger in Amerika oder Japan sind, erinnern wir uns gegenseitig an unser Lieblingsbrot in München.“ In ihrem aktuellen Dokufilm „How To Cook Your Life“ widmet sich Doris Dörrie einem kulinarischen Thema. Sie porträtiert den kalifornischen Zen-Priester und Meisterkoch Edward Brown und feiert das Kochen als Lebensphilosophie.
Artikel vom 18.05.2007
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