Prisma

Exzellente Vermittlungsarbeit geleistet

Große Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Museums für Brotkultur im Ulmer Kornhaus


Ulm (wo). Bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Museums der Brotkultur (ehemals Brotmuseum) ist die Symbolik nicht zu kurz gekommen. Denn wer für ein volles Kornhaus sorgt, hat schon viel gegen den Hunger in der Welt erreicht. Über 400 Gäste aus aller Welt sind in das historische Veranstaltungsgebäude nach Ulm gekommen, um die Gründern und Macher des Museums anlässlich des Jubiläums zu würdigen. So konnte Dr. Dr. h.c. Hermann Eiselen, Vorsitzender des Stiftungsrats der Vater und Sohn Eiselen-Stiftung und Mitgründer des Museums, quasi die Ernte für sein verdienstvolles Engagement (auch in der Forschung) einfahren.

„Ich habe großen Respekt vor dem Lebenswerk der zwei Persönlichkeiten im Dienste der Nächstenliebe“, gab Erwin Teufel, der Exlandesvater zum Besten. Aber auch Ivo Gönner, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, ließ es sich nicht nehmen, die Verdienste von Gründervater Willy Eiselen und dessen Sohn Hermann Eiselen zu preisen: „Das Museum ist ein Juwel in unserer Stadt und ein hervorragendes historisches Institut.“

„Brot ist synonym für Leben und hat entscheidend die Kultur mit geprägt“, setzte Peter Becker, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks den Reigen der Reden fort. Vor diesem Hintergrund habe das Museum der Brotkultur exzellente Vermittlungsarbeit geleistet. „Tradition ist nicht die Pflege der Asche, sondern die Weitergabe der Flamme.“ In diesem Sinne sei den Kollegen ein Besuch im Museum empfohlen. „Hier können Sie Kraft und Mut für die Zukunft schöpfen“, betonte Becker.

In 50 Jahren über eine Million Besucher, 50 Sonderausstellungen, eine Bibliothek mit über 6000 Titeln und zahllose wertvollen Exponate rund um das Thema Brot, so die erfreuliche Bilanz von Hermann Eiselen, der verdeutlichte, dass man das Museum auf der Basis dieser Erfolgsgeschichte und im Dienst der Menschheit stetig weiter entwickeln wolle.

Die Geschichte des Brotes sei auch ein Stück Menschheitsgeschichte, bei der der Mangel an Brot nicht ausgeklammert werden könne. „Jeder 8. Erdenbewohner leidet Hunger. Ein absolut inakzeptabler Zustand“, so Eiselen. Deshalb sei es eine der Aufgaben des Museums für Brotkultur, auf diesen Missstand hinzuweisen.

Mit der neuen Dauerausstellung, die nach der Jubiläumsveranstaltung eröffnet wurde, ist man hier auf dem richtigen Weg: Kunst und Kultur, Handwerk und Handel, die beredte Entwicklungsgeschichte rund um das Thema Brot wird im neu gestalteten Museum für Brotkultur in ihrer ganzen Vielfalt präsentiert.


Artikel vom 06.10.2005
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