Prisma
Engagierter Nachwuchs des Handwerks
Junge Lehrlinge modeln für das Bäckerhandwerk / Coole Impressions für heiße Berufe

Die vier Gewinner des Wettbewerbs Wanted: Johanne Renoth, Christine Bußler, Christoph Poller und Stefanie Haselbauer (von links).Foto: KME-Studio
Eine Session im Fotostudio inklusive Visagistin und Stylistin – das bekommt man als Azubi nicht alle Tage geboten. Und so wurde der Tag in Rosenheim zum beeindruckenden Erlebnis für die vier Jugendlichen.
Aus der Backstube ins Eis
Bei den Bäckereifachverkäuferinnen wagten sich Stefanie Haselbauer und Christine Bußler vor die Kamera. „Ich fand den Tag einfach super aufregend. Da hat man auch erst einmal gesehen, wie viel Arbeit in nur einem einzigen Foto stecken kann.“, schilderte Christine hinterher ihre Eindrücke.
Aus der Backstube ins Eis kamen die Bäckerlehrlinge Johanna Renoth und Christoph Poller: „Ein Model zu sein ist ganz schön anstrengend – das hab ich mir lockerer vorgestellt“, bilanzierte der einzige Junge unter den Preisträgern und war froh, dass er im Alltag wieder seinem Chef in der heimelig warmen Backstube unter die Arme greifen darf.
Im Verlauf von Wanted hatte das Quartett vorher alle anderen Konkurrenten aus dem Feld geschlagen: Nach einer Vorauswahl setzen sich die Vier beim Finale am 10. Dezember 2006 auf der Messe „Heim + Handwerk“ in München durch. Vor zahlreichem Publikum zeigten sie fundiertes Fachwissen in Theorie und Praxis und überzeugten die Jury durch ihre sympathische Ausstrahlung und Nervenstärke. Im Fotostudio repräsentierten sie damit einen engagierten Berufsnachwuchs des Bäckerhandwerks, der das Eis ganz schnell zum Schmelzen und die Fotografen zum Strahlen brachte.
Alles in allem machte Fotograf Michael Müller über 500 Bilder. Er war begeistert von dem Engagement der Lehrlinge. Sie ließen sich auch von der Kälte am Set nicht bremsen, obwohl die Eisblöcke die Raumtemperatur auf unter sieben Grad abgesenkt hatten. „Alle haben sehr professionell agiert und waren enorm diszipliniert vor der Kamera – so als wäre das das Normalste der Welt“, lobte der Kamera-Profi. „Das verdient große Anerkennung, denn auch für erfahrene Models wären diese Bedingungen schwierig gewesen: Windmaschine von vorne, Eiseskälte von hinten und dann noch Lächeln!“
Sechs Stunden nach dem ersten Blitz waren dann schließlich alle Motive im Kasten. Danach waren sich die vier Kurzzeit-Models einig: „Es war toll, einmal ein Fotoshooting live und in Farbe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken. Das ist ganz schön viel Arbeit und manchmal bestimmt anstrengender als unser Beruf.“ Bevor die Preisträger erschöpft aber glücklich nach Hause fuhren, erhielten sei als Teil ihres Preises eine persönliche Fotoauswahl. Das Quartett nahm viele bleibende Eindrücke mit und will sich auch in Zukunft für die Berufe des Bäckerhandwerks engagieren.
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