Prisma
Ein klassischer Hoflieferant
Französischer Bäcker liefert täglich Brot in Elysée-Palast
Paris (p). „Ja natürlich ist das die beste Werbung, die man sich denken kann“, so Arnaud Delmontel. Im neunten Pariser Arrondissement riss man sich schon lange um die Baguettes und Croissants von Monsieur Delmontel. Aber seitdem er sich offiziell „Bäcker des Präsidenten“ nennen darf, ist der Kundenandrang noch erheblich größer geworden, wie verschiedenen Zeitungen meldeten.
Im April hatte der 39-jährige Konditor und Bäcker den jährlichen Wettbewerb seiner Innung in der Kategorie „bestes Baguette“ gewonnen. 4000 Euro Prämie und den Titel des „Besten seines Fachs“ hat ihm dieser Sieg eingebracht. Sowie eine Bürde, die in Wirklichkeit eine große Ehre ist: Ein ganzes Jahr lang muss – nein, darf er nun den Tisch des Staatspräsidenten täglich mit frischem Brot beliefern.
Doch die Medien übten weniger Zurückhaltung. Mittlerweile kennt in Paris jeder das Bild des Bäckers, der zwölf Monate lang mit einem Sonderpassierschein im Elysée-Palast ein- und ausgeht. Wobei Delmontel „beinahe umgehend“ von dem neuen Präsidenten persönlich empfangen wurde. „20 Minuten hat sich Sarkozy Zeit genommen, um mit mir über Brotsorten und traditionelle Handwerkskunst zu diskutierten“, berichtet Delmontel stolz. Dabei kostete der Präsident auch das knusprige Baguette des Bäckers, das Delmontel „Renaissance“ getauft hat und mit Guerande-Salz würzt.
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