Prisma
Den höchsten Berg Afrikas bezwungen
Zwei fränkische Bäcker nach eineinhalb Jahren Training auf dem Kilimanjaro

Den anspruchsvollen Anstieg auf den 5895 m hohen Gipfel des Kilimanjaro schafften Joachim Schneider (rechts) und Bernhard Neudecker in einer guten Woche.
Organisiert hatte die Tour auf den „Berg des Bösen Geistes“ in Nordost-Tansania die Bäko Franken, bei der der 56-jährige Neudecker als Abteilungsleiter für Investitionsgüter tätig ist. Bäko-Mitglied Schneider, 62, betreibt eine Bäckerei in Erlangen-Bruck. Eineinhalb Jahre hatten sie trainiert und sich auf das Abenteuer vorbereitet. Um sich der Höhenluft anzupassen, verbrachte man eine Woche lang mit dem anspruchsvollen Anstieg zum „Uhuru Peak“.
Der Angriff auf den Gipfel geschah dann vom Zeltlager in 4800 m Höhe aus bei Frost in der siebten Nacht – in der Wärme des Tages wäre eine Überschreitung der rutschigen Vulkanaschefelder zu gefährlich. Nach zwölf Stunden war das Ziel erreicht, der Blick hinab der Lohn für die Strapazen.
Und auch wenn der Abstieg in der Nacht darauf – nach 48 Stunden ohne Schlaf – laut Joachim Schneider „ein Schlauch“ war: „Ich würde es jederzeit wieder machen!“ Entspannen durften sich die Tour-Teilnehmer danach bei einer zweitägigen Safari. Und der Erlanger Bäckermeister hat mittlerweile Geschmack am Bergsteigen gefunden: Er träumt bereits von der Besteigung des höchsten Berges Amerikas, des 6959 m hohen Aconcagua („Weißer Wächter“) in den argentinischen Anden …
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