Prisma
Brotsnacks an scharfen Schusswaffen
Lübecker Zoll entdeckt zwischen Vesperbroten eines Fahrgasts im Eurocity Waffen
Kiel (ke). Zivilbeamten des Zollkommissariats Travemünde verhinderten im Zug Eurocity 33 zwischen Lübeck und Oldenburg einen organisierten Waffenschmuggel. Anlässlich einer routinemäßigen Überprüfung der Reisenden des zwischen Wien und Kopenhagen verkehrenden Zuges weckte ein männlicher Fahrgast das Interesse der Zollbeamten. Die Frage nach mitgeführten Waren wie Zigaretten, Drogen oder Waffen wurde von dem 23-jährigen kroatischen Staatsbürger verneint. Daraufhin nahmen die Beamten die Gepäckstücke des Mannes genauer in Augenschein. Seine Aussagen schienen sich zu bestätigen, nachdem im Koffer keine steuerpflichtigen Waren bzw. verbotenen Gegenstände gefunden wurden.
Wie das Hauptzollamt Kiel meldet, wurde der Mann jedoch zusehends nervöser, als sich die Beamten den Inhalt seines neben ihm liegenden Rucksacks vornahmen. In einem Plastikbeutel befanden sich augenscheinlich mehrere in Alufolie eingewickelte, belegte Brote. Durch das hohe Gewicht dieser vermeintlichen Brotstullen irritiert, öffneten die Zöllner die Päckchen und stießen dabei auf insgesamt 18 scharfe Schusswaffen serbischer Herkunft, nebst dazugehöriger Munition. Der Kroate wurde noch im fahrenden Zug vorläufig festgenommen und vom Bahnhof Oldenburg zur ersten Vernehmung nach Lübeck transportiert, von wo aus er anschließend durch die Zollfahndung dem Haftrichter vorgeführt wurde. Die Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Hamburg-Dienstort Kiel. Gegen den Schmuggler wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der verbotswidrigen Ein-, Aus- oder Durchfuhr von Gegenständen (Bannbruch) in Verbindung mit einem Verstoß gegen das Waffengesetz eingeleitet.
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