Prisma

Brot nur noch Abfall?


Wien (rgb). Wie das österreichische Fernsehen (ORF) meldet, besteht ein Viertel des Wiener Restmülls aus unverbrauchten Lebensmitteln. Täglich werden allein bis zu 40 Tonnen frisches Brot weggeschmissen oder zu Schweinefutter gemacht.

Angekreidet wird der Wertverfall sowohl dem Verbraucher als auch den Lebensmittelketten. Kurt Mann, Chef einer Wiener Großbäckerei: „Bis 18.59 Uhr liegt das Brot noch als wertvolles Lebensmittel im Supermarkt. Eine Minute später ist es leider wertlos.“ Die Kundschaft verlange ständig frisches Brot, mit der Folge, dass bis vor Ladenschluss gebacken werde, obwohl Vieles nicht mehr verkauft werden könne.

Ein EU-Gesetzesentwurf hatte vorgesehen, Altbrot als Sondermüll entsorgen zu müssen. Das Gesetz ist allerdings in entschärfter Form in Kraft getreten: Als Müll muss demnach nur noch Brot mit tierischen Fetten, etwa Speckweckerl, entsorgt werden.


Artikel vom 25.11.2005
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