Prisma
Brot im Glas als Skulptur
Das „Heute“-Brot darf fünf Jahre altern
Borken (ke). Der Kunstverein Borken – artline und mehr e.V.“ hat an der Biennale-Skulptur „Der sechste Turm“ auf dem Borkener Marktplatz eine „Kunstauktion“ durchgeführt und dort von Jugendlichen gestaltete „Kunst-Öl-Fässer“ versteigert. Die Metalltonnen waren von Jugendlichen der Jugendhäuser „Am Butenwall“ und „Gleis 36“ gestaltet worden und wiesen bislang in der Innenstadt auf die die Skulptur-Biennale begleitende Ausstellung „Kunstbank“ in der Alten Volksbank hin. Der Erlös aus der Versteigerung kommt den Borkener Jugendheimen zugute.
Nach der Auktion versiegelte der Borkener Rechtsanwalt Klaus Queckenstedt im Auftrag des Kunstvereins am selben Ort einen gläsernen Kasten des Essener Glaskünstlers Marcus Steffen. In der Glasbox liegt ein so genanntes „heute“-Brot. Das Gebäckstück mit dem Schriftzug „heute“ auf dem Rücken nimmt Bezug auf die gleichnamige Biennale-Skulptur von Christian Hasucha, die zwischen Velen und Ramsdorf zu sehen ist. Der Künstler selbst hatte das von der Borkener Bäckerei Hollstegge gebackene Brot in einer Kunst-Sprech-Stunde auf dem Marktplatz signiert.
Das Brot soll nun genauso lange in dem Glaskasten aufbewahrt werden, wie der Hasuchas Betonschriftzug „heute“ an der Landstraße zwischen Velen und Ramsdorf steht, also fünf Jahre lang.
Wenn die Skulptur dem Wunsch des Künstlers entsprechend am 28. August 2010 abgebaut wird, will der „Kunstverein Borken – artline und mehr e.V.“ auch das Brot wieder aus dem Kasten holen.
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