Prisma

Bestattung in einer Brot-Urne


Hamburg (rgb). Statt bei einer Seebestattung in groben Segelleinen über Bord gewuchtet zu werden, bietet der Hamburger Seebestatter Broder Drees jetzt eine Urnenbestattung aus Brot an. „Die Brot-Urne ist einerseits stabil, sie wird aber auch schnell und rückstandsfrei abgebaut“, sagt Drees. Vorgeschrieben für die Beisetzung auf See sind wasserlösliche Urnen. Bislang füllte Drees wie die anderen Bestatter die Asche in Urnen aus Salz oder Pappe. Jetzt kreierte er die Brot-Urne. „Das Brot gehört zum Leben, und zum Leben gehört der Tod“, sagt der gebürtige Nordfriese. Ein Hamburger Bäcker backt die Urne samt passendem Deckel aus Gerstenmehl bei 170 Grad im Ofen. „Gerste nehmen wir wegen der goldgelben Farbe der fertigen Urne“, erklärt Drees. Die Brot-Urne kann auch in einem Erdgrab beigesetzt werden.



Artikel vom 18.01.2007
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