Blickpunkte
Egon ist „ready to go“
„Wie kommst du denn jetzt darauf?“ fragt Egon. „Hier steht, dass nur noch 35 Prozent der 20 bis 30jährigen ihr Frühstück zu Hause einnehmen und dass die junge Generation am liebsten alles to go macht. Telefonieren, Musik hören, ja auch E-Mails schreiben, im Internet surfen, spielen, immer öfter fernsehen, essen, trinken und der Coffee-to-go gilt bei den Kids einfach als cool. Und weil sich kaum noch einer morgens die Zeit nimmt zu frühstücken, findet selbst die erste Mahlzeit des Tages immer öfter „on the move“ statt. „Was soll das denn schon wieder heißen?“, entgegnet Egon, aber Margot hat keine Zeit, ihm die Welt zu erklären – eigentlich ja ihre Lieblingsbeschäftigung.
„Wir müssen unbedingt belegte Brötchen einführen und einen neuen Kaffeeautomaten kaufen, dann geht's los“. „Das ist ja ein Leben auf der Straße“, sinniert der Egon fast mitleidig, immer nur to go, to go. Mir sind die Leute viel lieber, die kommen und verweilen. So wie bei dem Bäcker in Hagen – da heißt es nicht to go, sondern „Kamm in“.
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