Prisma
„Einheitspreis“ geht an Bäckermeister
Wolfgang Süße, Ehren-OM der Bäckerinnung Coburg/Neustadt, ausgezeichnet

Unser Bild zeigt (von links): Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), Wolfgang Süße und Klaus Knabe (Preisträger in der Kategorie Menschen) sowie Laudator Peter Harry Carstensen (Ministerpräsident des Landes Schleswig-Hol
„Wir sind ein vereintes Deutschland mit unterschiedlichen Mentalitäten“, erinnerte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. In seiner Rede zur Preisverleihung forderte er eine gemeinsame „Erinnerungskultur der Deutschen in Ost und West“ ein. Die Arbeit der sechs Preisträger sei ein wertvoller Beitrag dazu.
Sechs Preisträger wurden von einer namhaften Jury ausgewählt. In der Kategorie „Menschen“ wurde der Ehrenobermeister der Bäckerinnung Coburg/Neustadt, Wolfgang Süße, Vorsitzender des Thüringerwald-Vereins Coburg, prämiert. Der Verein überwindet ganz praktisch Grenzen, indem er Menschen aus Ost und West beim Wandern zusammenführt.
Die Familie des Preisträgers stammt aus Ummerstadt, einem thüringischen Städtchen unmittelbar an der ehemaligen DDR-Grenze zu Bayern. Die Familie stand dem DDR-Regime kritisch gegenüber und wurde 1952 im Rahmen der politischen Säuberungen im fünf Kilometer breiten Grenzstreifen in den Thüringer Wald nach Altenfeld am Rennsteig deportiert. Wolfgang Süße emigrierte 1961 in den Westen nach Coburg und baute sich dort eine neue Existenz auf.
Der „Einheitspreis“ wird seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung verliehen. Sie zeichnet Einzelpersonen, Projekte und Initiativen aus, die sich kreativ und zukunftsorientiert mit der Deutschen Einheit auseinander setzen.
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